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Tempo 30 ist keine Schikane

Tempo 30 senkt die Unfallzahlen und mindert das Verletzungsrisiko deutlich. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat und die Steinbruchs-Berufsgenossenschaft appellieren deshalb an die Autofahrer, sich genau an die Geschwindigkeitsbegrenzungen in Tempo 30-Zonen zu halten. "Tempo 30 ist keine Schikane", erklärt DVR-Präsident Prof. Manfred Bandmann. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist von 1995 bis 1998 die Zahl der Unfälle in verkehrsberuhigten Zonen von 2.053 auf 1.632 zurückgegangen. "Offenbar halten sich die allermeisten Autofahrer an die vorgeschriebene Geschwindigkeitsbegrenzung. Dies zeigt, dass niedrige Geschwindigkeiten das Unfallrisiko deutlich senken", so Prof. Bandmann.Wer sich über Tempo 30 in Wohngebieten, vor Schulen, Krankenhäusern und Altenheimen ärgert, sollte daran denken, dass nicht nur die Unfallgefahr im Vergleich zu Straßen mit Tempo 50 nachweislich sinkt. Auch die Schwere der Verletzung nimmt deutlich ab. Das liegt vor allem an den deutlich kürzeren Anhaltewegen. Während ein Auto bei Tempo 30 schon nach 12 Metern zum Stehen kommt, beträgt der Anhalteweg bei Tempo 50 mit 25 Metern mehr als das Doppelte. "Acht von zehn Fußgängern sterben, wenn sie mit einem Auto zusammenstoßen, das 50 Kilometer pro Stunde fährt. Bei Tempo 30 tragen nur noch drei von zehn Fußgängern tödliche Verletzungen davon", so der DVR-Präsident.
Untersuchungen zeigen, dass Tempo 30-Zonen die Unfallzahlen deutlich senken. In Bonn gingen sie um 15 Prozent zurück, in Frankfurt um 25 Prozent, die Zahl Verletzter sank in Dortmund um 23 Prozent. "Autofahrer sollten sich deshalb immer an Tempo 30 halten, auch wenn sie es eilig haben", appellieren der DVR und ihre Berufsgenossenschaft





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