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[Die Industrie der Steine + Erden]






2. Innovationsbörse Arbeit · Sicherheit · Gesundheit erfolgreich

Dipl.-Ing. H. Ehnes

Abb.1: Der Vorstandsvorsitzende der StBG, Dipl.-Ing. Gerd Allers,  eröffnete die 2. Innovationsbörse Arbeit · Sicherheit · Gesundheit

Der Förderpreis Arbeit · Sicherheit · Gesundheit ist auf dem besten Weg, sich im dritten Jahr seines Bestehens als Ideenbörse für die gesamte Steine und Erden-Industrie in Deutschland zu etablieren. 320 Teams aus den Betrieben haben sich bisher mit ihren Ideen für sichere und gesunde Arbeitsplätze am Förderpreis beteiligt - auch 1999 sind erneut viele hervorragende Ideen in den Betrieben entstanden. Die Jury wird hieraus die Preisträger des Jahres 1999 ermitteln und die Förderpreise im Wert von insgesamt 60.000 DM am 25. Februar 2000 in Heidelberg verleihen.

Abb. 2: Plakat der diesjährigen Veranstaltung

In Wirklichkeit gibt es jedoch viel mehr Sieger, als diejenigen, die schließlich auf dem Podest stehen können. Dies sind die 200.000 Menschen in den 6.400 Unternehmen der Steine und Erden-Industrie und deren Familien: sie alle profitieren von Ideen für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Das Forum, um gute Ideen für die ganze Branche zugänglich und nutzbar zu machen, ist die Innovationsbörse Arbeit · Sicherheit · Gesundheit!
Abb. 3: Dipl.-Ing. Helmut Ehnes, Leiter des Geschäftsbereiches Prävention bei der StBG, erläuterte die Inhalte des Förderpreises

Am 4. und 5. November 1999 fand in Düsseldorf diese Veranstaltung zum zweiten Mal statt - eingebettet in die "A + A 99", die weltgrößte Veranstaltung für sichere, gesunde und menschengerechte Gestaltung der Arbeitswelt mit mehr als 50.000 Fachbesuchern. Gemeinsam mit der Steinakademie der Geoplan GmbH hatte die Steinbruchs-Berufsgenossenschaft - diesmal mit einem gegenüber der ersten Veranstaltung in Leipzig leicht veränderten Konzept - eingeladen. Ein attraktives Programm bildete den Rahmen für die 2. Innovationsbörse. Am Donnerstagmittag wurden die 200 Teilnehmer im Rahmen des Empfangs begrüßt, dessen Höhepunkt die Präsentation des innovativen Projektes "Outfit 2000" des Fachbereichs Design + Medien - Modedesign der Fachhochschule Hannover bildete. Models und Designer stellten hier dem fachkundigen Publikum speziell für die Steine und Erden-Industrie entwickelte attraktive Arbeitskleidung vor. Verbunden mit der Teilnahme an der 2. Innovationsbörse, die für Fachkräfte für Arbeitssicherheit auch als Fortbildungsveranstaltung anerkannt wird, war der Messebesuch. Außerdem schloss das Tagungspaket die Teilnahme an einer attraktiven Abendveranstaltung in den Düsseldorfer Rheinterrassen mit ein. Im Mittelpunkt aber standen natürlich die innovativen Ideen, die Leute aus der Praxis für die Praxis präsentierten. In 30 Kurzvorträgen wurden die interessantesten Beiträge aus dem letztjährigen Förderpreis den Teilnehmern von den Autoren selbst präsentiert. Nach der Eröffnung durch den Vorstandsvorsitzenden der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft, Dipl.-Ing. G. Allers, und einem Einführungsvortrag zu Inhalt und Zweck des Förderpreises durch den Leiter des Geschäftsbereiches Prävention, Dipl.-Ing. H. Ehnes, begann die eigentliche Arbeit in vier Themenblöcken. Themenblock A "Sicherheitsmanagement - ein notwendiges Übel oder der Schlüssel zum Erfolg" moderierten Dr.-Ing. Schmauder vom Institut für Praktische Unternehmensführung und Dipl.-Ing. J. Koch von der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft. Die Teilnehmer verschafften sich einen Überblick über aktuelle Entwicklungen im Sicherheitsmanagement, tauschten Erfahrungen in Mitgliedsunternehmen aus und machten sich mit dem neuen Serviceangebot der StBG, "Sicher mit System", vertraut. Daran schlossen sich zwei Workshops als Parallelveranstaltungen an. Unter der Überschrift "Innovationen für sichere und gesunde Arbeitsplätze" stand Workshop 1 ganz im Zeichen der Rohstoffgewinnung und wurde von Dr.-Ing. H. Tudeshki von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen und von Dipl.-Ing. W. Pichl, Steinbruchs-Berufsgenossenschaft, gemeinsam moderiert.

Abb. 4: R. Oberkötter berichtete über die Wirkung von interaktiver-partizipativer Verkehrssicherheit auf das Verhalten von Mitarbeitern

Abb. 4: R. Oberkötter berichtete über
die Wirkung von interaktiver-partizipativer
Verkehrssicherheit auf das Verhalten von Mitarbeitern

Abb. 5: Der alternierende Vorstandsvorsitzende der StBG H. Enders zieht ein positives Resümee der Veranstaltung

Abb. 5: Der alternierende Vorstandsvorsitzende
der StBG H. Enders zieht ein positives Resümee
der Veranstaltung

Ab. 6: Das 'Aktive Stellteil' - Dr. H. Rausch von der Technischen Universität München stellte ein ergonomisches Bedienkonzept für Mensch-Maschine-Systeme vor

Ab. 6: Das 'Aktive Stellteil' - Dr. H. Rausch
von der Technischen Universität München stellte
ein ergonomisches Bedienkonzept für
Mensch-Maschine-Systeme vor

Abb. 7: Über Stand und Perspektiven des Sicherheitsmanagements informierte Dr. A. Ritter auf der 2. Innovationsbörse.

Abb. 7: Über Stand und Perspektiven des
Sicherheitsmanagements informierte Dr. A. Ritter
auf der 2. Innovationsbörse.



Workshop 2, geleitet von K.-H. Menrath von der Imbau GmbH und von Dipl.-Ing. B. Neitzert, Steinbruchs-Berufsgenossenschaft, thematisierte innovative Ansätze aus dem Bereich der Baustoffherstellung. Im Anschluss an die beiden Parallelworkshops des Themenblocks B kamen die Teilnehmer der Innovationsbörse zum Themenblock C wieder zusammen. Unter der bewährten Moderation von Dr.-Ing. E. Rother von der Generaldirektion 5 der Europäischen Kommission in Luxemburg und Dipl.-Ing. U. Kretschmer, Steinbruchs-Berufsgenossenschaft, wurden neue Wege in der Organisation der betrieblichen Sicherheit unter dem Motto "Ideen aus der Praxis für die Praxis" präsentiert.Die Rückmeldungen aus dem Teilnehmerkreis zu diesem neuen Weg waren ausschließlich positiv. Die Besucher lobten das durchweg hohe inhaltliche Niveau der Vorträge. Obwohl die Referenten keine "Vortragsprofis" waren, sondern Männer der Praxis, gelang es ihnen in hervorragender Art und Weise, ihre Ideen einem fachkundigen Publikum zu vermitteln. Die Teilnehmer kamen aus allen Branchen der Steine und Erden-Industrie und aus Betrieben unterschiedlicher Größe. Zum ersten Mal ist es damit gelungen, einen wirklichen Erfahrungsaustausch und Diskussionsprozess der Branchen untereinander aber auch verschiedener Unternehmensgrößen in Gang zu setzen und zu zeigen, was in puncto Arbeitssicherheit möglich ist und wie die Unternehmen letztendlich davon profitieren.
So konnte denn auch der alternierende Vorstandsvorsitzende der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft, H. Enders, in seinem Schlusswort (Abb. 5) ein positives Resümee ziehen. Er appellierte an alle Teilnehmer, diesen neuen Weg gemeinsam mit der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft weiter zu beschreiten, die Ideen mit in die Betriebe zu nehmen und umzusetzen und vor allem sich erneut an der Ausschreibung des Förderpreises Arbeit · Sicherheit · Gesundheit zu beteiligen.

Insgesamt lässt sich feststellen: Die 2. Innovationsbörse Arbeit · Sicherheit · Gesundheit war für alle Beteiligten, für die Unternehmen, für die Versicherten aber auch für die Steinbruchs-Berufsgenossenschaft ein überzeugender Erfolg auf dem Weg eines neuen Denkens für sichere und gesunde Arbeitsplätze.





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