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Arbeit und Gesundheit:

Neue Kooperation von Krankenkassen und Berufsgenossenschaften

Ein neues Programm zur Verhütung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren haben jetzt Berufsgenossenschaften und Krankenkassen gemeinsam gestartet: Mit dem im März 1999 offiziell vorgestellten Integrationsprogramm Arbeit und Gesundheit (IPAG) sollen Möglichkeiten und Chancen einer intensiven Kooperation erkundet und erprobt werden. Finanziell wird das Projekt vom Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung gefördert; getragen wird es vom Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG) gemeinsam mit den anderen Spitzenverbänden der gesetzlichen Unfallversicherung sowie den Bundesverbänden der AOK, den Betriebskrankenkassen, den Innungskrankenkassen, den landwirtschaftlichen Krankenkassen und dem Verband der Angestellten-Krankenkassen.Die Zusammenarbeit zielt auf eine qualifizierte Unterstützung von Unternehmen durch die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung und der Krankenkassen bei der Suche nach arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren und bei der Entwicklung entsprechender Präventionsmaßnahmen ab. Die Hauptziele des IPAG-Projektes liegen in

  • einer die Krankenkassenarten übergreifenden Analyse von Arbeitsunfähigkeitsdaten. Die entsprechenden Untersuchungen werden u.a. in Krankenhäusern vorgenommen;
  • der Untersuchung der Frage, inwieweit neben den Arbeitsunfähigkeitsdaten noch andere Informationen zur Klärung des Zusammenhangs zwischen Erkrankungen und ihren Ursachen genutzt werden können. Hier spielen Arzneimittel- und Hilfsmittelverordnungen, Daten der medizinischen Dienste der Krankenkassen und ggf. Informationen der Rentenversicherung eine Rolle.
  • der Erprobung neuer Formen einer branchenbezogenen regionalen Zusammenarbeit der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung und der Krankenkassen bei der Unterstützung kleinerer und mittlerer Unternehmen in Arbeitsschutz- und Gesundheitsschutzfragen. Erste Ansatzpunkte von IPAG sind bisher der Kfz-Bereich und der Fleischereibereich.




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