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Jetzt wird's ernst

Absolutes Drogenverbot am Steuer

Wer unter Drogeneinfluß ein Kraftfahrzeug führt, wird seit dem 1. August 1998 bestraft.

Polizeikontrolle

Die Einschränkung der Fahrtüchtigkeit unter Drogeneinfluß ist wissenschaftlich hinreichend belegt. Drogen am Steuer sind gefährlich, nicht nur für die Fahrer, sondern auch für andere.

Mit der seit 1 August 1998 gültigen Änderung des Straßenverkehrsgesetzes soll dem Gebrauch von Drogen im Straßenverkehr wirkungsvoller begegnet werden als bisher.

Bislang war eine Bestrafung wegen Fahrens unter Drogeneinfluß nur möglich, wenn die Fahruntüchtigkeit des Betroffenen bewiesen wurde. Nun reicht für eine Bestrafung allein der Nachweis des Drogenkonsums.

Wer jetzt beim Fahren unter Drogeneinfluß erwischt wird, hat mit einem Bußgeld bis zu 3000 DM, Fahrverbot bis zu drei Monaten und Punkten in Flensburg zu rechnen. Ein erster Verstoß zieht in der Regel eine Geldbuße von 500 DM, einen Monat Fahrverbot und vier Punkte nach sich.



Joint


Angedröhnt und abgefahren

Angedröhnt und abgefahren

Das DVR-Handbuch "Angedröhnt und abgefahren" gibt Hintergrundinformationen sowie konkrete Tips und Hinweise für die Umsetzung des Themas "Drogen und Medikamente im Straßenverkehr" für die Jugendarbeit und enthält Arbeitsblätter, Folien und Kleinplakate. Die gleichnamigen Teilnehmerbegleithefte sind in der Sprache der Jugendlichen verfaßt und die Gestaltung ist auf ihre Sehgewohnheiten abgestimmt.

Das Info-Paket "Drogen und Medikamente im Straßenverkehr" enthält eine Broschüre, ein Faltblatt sowie ein Plakat und richtet sich an alle, die in der Verkehrssicherheitsarbeit mit diesem Thema zu tun haben. Es bietet Informationen und Argumente für Gespräche, kann aber auch als umfassendes Informationsmaterial weitergegeben werden.

Alles, was man zu Drogen und Medikamenten im Straßenverkehr wissen muß, enthält die gleichnamige Faktensammlung. Sie eignet sich als Nachschlagewerk für Ärzte und Apotheker, für Dozenten, Lehrer, Verkehrssicherheitsbeauftragte, Moderatoren und für Führungskräfte in den Betrieben.

Gemeinsam mit den Berufsgenossenschaften hat der DVR das Kompendium "Suchtprobleme im Betrieb" entwickelt. Es gibt Vorgesetzten, Betriebsräten, Sicherheitsfachkräften und Suchtbeauftragten in den Betrieben nachvollziehbare Hilfen für die Praxis. Alle diese DVR-Medien werden allerdings zur Zeit aktualisiert und erst Ende 1998 wieder vorrätig sein.

Der DVR-Musik-Videoclip "Flash" konfrontiert Jugendliche mit ihren alltäglichen Problemen und bezieht ihre Vorlieben und Erfahrungen ein. Der achtminütige Film kann als Einstieg für eine jugendnahe Bearbeitung der Drogenproblematik genutzt werden. Er regt zum Nachdenken an und kann dazu beitragen, sicherheitsgefährdende Einstellungen und Verhaltensweisen aufzugeben. Für den Film "Flash" hat der DVR bisher vier deutsche und vier internationale Auszeichnungen erhalten.





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