Technik

Neuer Brecher von thyssenkrupp

Materialaufbereitung nicht nur unter Tage

thyssenkrupp gelingt mit der Entwicklung eines völlig neuen Brechertyps, dem sogenannten Exzenterwalzenbrecher vom Typ ERC25-25, ein Sprung in der Primärzerkleinerung. Der neue Brecher verfügt über eine besonders flache und robuste Bauweise und hohe Durchsätze von bis zu 3.000 Tonnen pro Stunde. Dadurch ist er in der Lage, hartes Gesteinsmaterial und Erze sowohl über- als auch untertage effizient und ökonomisch zu verarbeiten.

Auch im Tagebau trägt der Exzenterwalzenbrecher als Herzstück einer mobilen oder semimobilen Anlage zu mehr Wirtschaftlichkeit bei. Zukünftig soll die neue Baureihe um weitere Modelle ergänzt werden, um sowohl kleinere als auch höhere Durchsatzleistungen für verschiedene Anwendungsfälle zu ermöglichen. Der neue Exzenterwalzenbrecher von thyssenkrupp bietet vielseitige Möglichkeiten, um Erze und Hartgestein sowohl unter Tage als auch in mobilen und semimobilen Anlagen im Tagebau effektiv aufzubereiten. Einer der Hauptvorteile des neuen Brechers ist seine flache und kompakte Bauweise mit integriertem Sieb. Seine Bauhöhe liegt 20 bis 50 Prozent unter der herkömmlicher Primärbrecher. Dies macht den Transport, den Einbau und die Wartung unter Tage besonders einfach. Bei Bedarf wird die Brecherhöhe während der Installation darüber hinaus durch Demontage einzelner Bauteile reduziert, was zusätzlich Zeit und Kosten spart.

„Exzentrisches“ Design

Das neu entwickelte, patentierte Design mit einem zwischen Sieb- und Brechraum exzentrisch angeordneten Walzenkörper führt zu mehr Effizienz und Produktivität verglichen mit anderen Brechertypen. Der große, konstante Hub des Brechers ERC25-25 ermöglicht in Kombination mit der integrierten Siebvorrichtung eine besonders hohe Zerkleinerungsintensität und Durchsätze von bis zu 3.000 Tonnen pro Stunde. Das Aufgabematerial gelangt über einen großen Einlaufbereich in den Brecher. Dabei wird es in zwei Teilströme aufgeteilt: Der erste Strom, das Feinmaterial, wird abgesiebt und gelangt durch den Siebraum auf ein Abzugsband. Der zweite Strom aus grobem Material wird in den Brechraum transportiert und zwischen der exzentrisch bewegten Walze und der Brechwand zerkleinert. Der besondere Aufbau führt neben einer höheren Produktion auch zu weniger Wartungsaufwand. Da feines Material nicht in den Brechraum gelangt, wird die Leistungsaufnahme des Elektromotors reduziert und die Maschine deutlich weniger belastet. Durch eine integrierte automatische Spaltverstellung mit Überlastsicherung bietet der neue Brecher darüber hinaus einen guten Schutz bei unbrechbaren Fremdkörpern.

Vorteile auch im mobilen Einsatz

Die symmetrisch angeordnete Walze ermöglicht ein besonders präzises Auswuchten des Exzenterwalzenbrechers. Durch zusätzlich eingebaute Ausgleichmassen kann er annähernd vollständig ausgewuchtet werden. Dies reduziert die Schwingungen der Maschine im Leerlauf sowie die Belastung der umgebenden Konstruktion im Vergleich mit anderen Primärbrechern erheblich. Damit eignet sich der neue Brecher hervorragend für den Einsatz in mobilen Brechanlagen.

Exzenterwalzenbrecher
Der neue Exzenterwalzenbrecher von thyssenkrupp bietet vielseitige Möglichkeiten für die Aufbereitung.
 
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