Unternehmensführung

Durch erfolgreiche Veränderungsprozesse Potenzial entfalten

Auf der Suche nach dem Topf voller Gold

Für Unternehmen ist es erfolgsentscheidend, ob sie ihr Potenzial erkennen und im Markt entfalten können. Wichtig dafür ist es, Veränderungsprozesse zu initiieren und dann kontinuierlich zu optimieren. Vor allem die Mitarbeiter müssen dabei mitgenommen werden. Das Ziel: Ein nachhaltig florierendes Unternehmen – vielleicht ja sogar ein Topf voller Gold ...

Ein zentraler Aspekt in Sachen Veränderungen stellt in Unternehmen das Projektgeschäft dar. Gerade hier ergeben sich oft Probleme – nicht nur intern, sondern vor allem extern, wenn gegenüber Kunden Zusagen nicht eingehalten werden können. Viele Unternehmen stellen sich die Frage: Lohnt sich die Investition in ein System, das unser Projektmanagement verbessert? Und wie können wir – neben dem Tagesgeschäft – auch diese Veränderung noch erfolgreich stemmen?

Die vier Aspekte einer Veränderung

Oftmals sind den Managern die Vorteile einer Veränderung, beispielsweise die Einführung von Projects that Flow (PtF) als Weiterentwicklung von Critical Chain Projektmanagement (CCPM), bewusst – sonst würden sie diese nicht vorantreiben. Aber wie sieht es mit dem der notwendigen Investition aus?

  1. Die möglichen positiven Ergebnisse einer Investition in Projects that Flow (der „Topf voller Gold“).
  2. Die potenziellen Hindernisse und Risiken der Investition (die „Krücken“).
  3. Die positiven Punkte, falls wir NICHT investieren (die „Meerjungfrau“, die wir nicht aufgeben wollen).
  4. Die Risiken, die uns drohen, falls wir NICHT investieren (das „Krokodil“, das schon gefährlich nahe ist).
Tabelle: Die vier Aspekte der Veränderung.
Helfen, den Blick auf die Situation zu schärfen: die vier Aspekte der Veränderung.

Der Topf voll Gold

Unternehmen, die nach PtF arbeiten, berichten unter anderem von folgenden positiven Veränderungen:

Quantifizieren Unternehmen genau, wie viel Gewinn sie erwirtschaften können, ist der AHA-Effekt meist groß. Trotzdem ist es sinnvoll, die Kosten der Implementierung dem erwarteten Gewinnzuwachs gegenüberzustellen. Aber nicht nur die Kosten der Veränderung werden in das Feld „Krücken“ eingetragen, sondern auch potentielle Risiken.

Die Krücken

Die Einführung von PtF erfordert mehrere Paradigmenwechsel, die auf gesundem Menschenverstand basieren, jedoch der gängigen Praxis völlig entgegengesetzt sind. Daher werden die betroffenen Mitarbeiter und Manager sich (zunächst) über die geplante Veränderung Sorgen machen. Außerdem sollte man sich bewusst sein, dass durch PtF die Arbeit nicht verschwindet, sondern nur besser organisiert, sequenziert und synchronisiert wird. Oftmals äußern Mitarbeiter Bedenken – nämlich dann, wenn ihr Unternehmen sich entschieden hat, PtF einzuführen, aber ohne zu erklären, wie es genau funktioniert. Und oft stellt sich heraus, dass diese Bedenken auf Missverständnissen beruhen. Aber nicht nur diese und befürchtete Risiken führen zu Widerständen bei der geplanten Implementierung. Auch liebgewonnene Gewohnheiten, sogenannte Meerjungfrauen, werden selten ohne Protest aufgegeben.

Die Meerjungfrau

Wenn dies so ist und Unternehmen mit den erzielten Ergebnissen zufrieden sind, dann ist die Bereitschaft zur Veränderung gering. Es sei denn, es kann aufgezeigt werden, dass die positiven Ergebnisse (Goldschatz) sehr groß sind, die Risiken (Krücken) vergleichsweise klein und eine Gefahr für die Existenz des Unternehmens besteht (Krokodil), wenn es sein Projektmanagement nicht optimiert.

Das Krokodil

Oftmals ist den Unternehmen die Gefahr, in der sie sich aufgrund des suboptimalen Projektmanagements befinden, gar nicht bewusst. Sie leiden unter folgenden (sehr bissigen) Krokodilen:

Unternehmen müssen ihre Krokodile ganz genau im Auge behalten. Wenn diese wachsen und (noch) aggressiver werden, besteht dringender Handlungsbedarf!

Im Umgang mit Veränderungen haben Unternehmen eine gute Chance, sich durch ein professionelles Vorgehen vom Wettbewerb abzuheben. Vorausgesetzt es gelingt, die Krücken abzuwerfen und das Krokodil zu bändigen, um die Meerjungfrau zu bewundern, um sich dann tatkräftig und umsetzungsstark auf den Topf voller Gold zu konzentrieren. Eine zunehmende Gewinnsteigerung hat schließlich noch keinem Unternehmen geschadet!

Uwe Techt, Claudia Simon
Vistem

Claudia Simon und Uwe Techt.
Claudia Simon und Uwe Techt sind Geschäftsführer beim Beratungsunternehmen Vistem.
 
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