Technik

Erste Auslieferung des Sandvik Ranger DX800

Bohren aus sicherer Entfernung

Neueste Anschaffung des Unternehmens Jens Weiß ist der Sandvik Ranger DX800, ein Übertagebohrgerät, das mit der Option „komplett ferngesteuert“ ausstattet wurde. Somit ist man nun Herr über das erste funkferngesteuerte Modell, das in Deutschland ausgeliefert worden ist, und kann nun per Fernsteuerung bohren, einrichten und verfahren. Mittlerweile sind ein Sandvik DC125, ein Sandvik DQ500 und der neue Sandvik Ranger DX800 im Erzgebirge und grenzüberschreitend in Tschechien im Einsatz.

Als Spezialdienstleister für die Vorbereitung und Durchführung von Sprengungen aller Art ist Jens Weiß über Sachsens hinaus bekannt. Mit vier Mitarbeitern steht man Bauunternehmen, Planungsbüros oder Architekten mit dem gesamten Leistungsspektrum für die Planung, die Vorbereitung und die Ausführung von Bohr- und Sprengarbeiten zur Verfügung. Als Mitglied im Deutschen Sprengverband e. V. ist man Ansprechpartner, wenn es um Übertagebohrungen geht. „Wir wollen uns verstärkt auf unsere Region konzentrieren, um hohe Transportkosten zu vermeiden und umweltfreundlicher zu agieren“, erläutert Jens Weiß die Ausrichtung des Unternehmens. So entschied man sich im Hause Weiß zur Erweiterung des Leistungsspektrums und für die Investition in das neue funkferngesteuerte Ranger-Modell DX800.

Überzeugende Leistungsmerkmale

Der Ranger DX800 ist ein hydraulisches, selbstfahrendes Übertagebohrgerät auf Raupen, ausgestattet mit einer Kabine (F.O.P.S. und R.O.P.S.) und Stangenwechsler. Typische Anwendungen für den Ranger DX800 sind Straßenbau, Bohrungen für Pipelines und Fundamente, sowie auch Produktionsbohrungen in mittelgroßen Steinbrüchen. Deshalb findet man den Ranger DX800 oft bei Bauunternehmern und Steinbruchbetreibern sowie im Gerätepark von Mietstationen. „Der drehbare Oberwagen war einer der herausragenden Funktionen und Entscheidungskriterium für dieses Sandvik Modell“, führt Jens Weiß aus. „Auf Baustellen deckt das Übertagebohrgerät von einem Standort eine enorm große Fläche ab – über 26 m², ohne das Gerät zu verfahren. Weitere Pluspunkte sind die umweltfreundliche Motortechnik, der geringe Kraftstoffverbrauch pro Bohrmeter sowie der neue Hochfrequenzhammer“, ergänzt er.

Zudem ist das Sandvik Modell DX800 standardmäßig mit dem Sandvik Sicherheitskonzept nach EN 16228 ausgestattet. Dieser EU-Standard beinhaltet u.a. den Schutzkäfig an der Lafette. Mit der Neuentwicklung des Sicherheitskäfigs an der Bohrlafette schließt man bei Sandvik die Lücke der möglichen Gefahrenquellen an den beweglichen Teilen der Übertagebohrgeräte.

Seit März 2016 ist das neue Sandvik Modell jetzt auf eigenen Baustellen oder bei Lohnarbeiten im Einsatz. „Über den Verschleiß und den Ölverbrauch kann ich noch keine Aussagen treffen, der Kraftstoffverbrauch hat mich jedoch positiv überrascht. Nach ersten eigenen Erfahrungswerten kommen wir auf weniger als 1 Liter Diesel pro Bohrmeter“, zieht der Geschäftsführer ein erstes positives Fazit. Ein lohnenswertes Kosten-Nutzen-Verhältnis, das bestimmt auch Adam Riese gefallen hätte; der deutsche Rechenmeister lebte nämlich seinerzeit in der vom Silbererzbergbau geprägten Stadt Annaberg, Betriebssitz von Jens Weiß und seinem Team.

Übertagebohrgerät
Der Ranger DX800 ist seit März bei Jens Weiß im Einsatz.
 
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