Technik

Mobiler Digitalrekorder für Bild- und Fahrzeugbewegungsdaten

Unbestechlicher Zeuge

Ein abgefahrener Seitenspiegel, Blechschäden, Verursachen eines Unfalls – mit Anschuldigungen gegenüber den eigenen Fahrern müssen sich viele Fuhrparkleiter und Geschäftsführer von Unternehmen wie Lieferdiensten, Speditionen, Müllentsorgung oder Winterdienst regelmäßig auseinandersetzen. Dabei ist es oft sehr schwierig, den genauen Hergang nachzuvollziehen und die Unschuld des betroffenen Fahrzeugführers nachzuweisen.

Ein neues Aufzeichnungssystem schafft nun mehr Sicherheit: Die von Brigade Elektronik entwickelten mobilen MDR-Digitalrekorder zeichnen die Bilder von bis zu acht am Fahrzeug montierten Kameras auf und können so einen Beweis für betrügerische Schadenersatzforderungen, Unfälle oder Vandalismus liefern. Bei angemessenem Einsatz der Rekorder – das bedeutet unter anderem zweckgerichtete Aufnahmen, festgelegte Löschzeiten, begrenzter Zugriff und genaue Dokumentation, beispielsweise durch Integration in ein Qualitätsmanagementsystem – stehen die Chancen gut, dass die Aufzeichnung trotz strenger Datenschutzrichtlinien vor Gericht als Beweismittel zugelassen wird.

Die Digitalrekorder gibt es in zwei Ausführungen, als MDR-404-500, der vier Kanäle und eine Festplatte mit 500 GB hat, und als MDR-408-1000 mit acht Kanälen und einer 1 TB-Festplatte. Beide bieten eine maximale Aufzeichnungsdauer von 1.164 Stunden. Eine Besonderheit der beiden Rekorder ist die gleichzeitige Parallelaufzeichnung auf einer integrierten SD-Karte. So wird sichergestellt, dass stets eine Sicherheitskopie der Daten vorhanden ist, selbst wenn eines der beiden Speichermedien ausfällt. Die Systeme verfügen über ein integriertes GPS zur Aufzeichnung von Geschwindigkeit und Standort, das Achtkanal-Modell serienmäßig, der Vierkanal-Rekorder als Sonderausstattung außerdem über einen g-Sensor, der bei Unfällen Aufpralldaten sowie Informationen zu starkem Beschleunigen und Bremsen liefert.

Digitalrekorder
Neben der kontinuierlichen sowie der Alarm-Aufzeichnung und der Aufnahme zu benutzerdefinierten, festgelegten Zeiten kann das System auch über eine separat erhältliche Fernbedienkonsole ausgelöst werden.

Verschiedene Aufnahmemodi

Insgesamt haben die MDR-Rekorder vier Aufnahmemodi: Neben der kontinuierlichen Aufzeichnung sind dies die Aufnahme zu benutzerdefinierten, festgelegten Zeiten oder über eine separat erhältliche Fernbedienkonsole, deren Paniktaste dem Fahrer zusätzliche Sicherheit bietet, sowie die Alarm-Aufzeichnung. Die Aufzeichnungen können nach Datum, Uhrzeit und nach Ereignissen, die durch Beschleunigungskraft, Geschwindigkeit oder Bewegungserkennung ausgelöst wurden, durchsucht werden. Eine USB-B-Schnittstelle erlaubt den einfachen Anschluss der Festplatte an einen PC oder Laptop, auch ein direktes Kopieren der MDR-Daten auf einen USB-Speicher ist möglich. Durch die MDR-Dashboard-Software hat der Benutzer vollständige Kontrolle über die aufgezeichneten Informationen und kann einzelne Clips und Aufnahmen separat speichern.

Sicheres, robustes System

Ein mehrstufiger Kennwortschutz und ein unsichtbares digitales Wasserzeichen verhindern unbefugte Zugriffe oder nachträgliche Veränderungen an den Aufzeichnungen. Die Digitalrekorder sind in ein robustes Aluminiumgehäuse verbaut und verfügen über eine vibrationsfeste Montageplatte, die ein Anbringen in jedem Winkel des Fahrzeugs erlaubt, sowie über eine interne schwingungsgedämpfte Halterung für die Festplatte. Dadurch sind die MDR-Aufzeichnungsgeräte selbst für raue Umgebungen geeignet.

Digitalrekorder
Die maximale Aufzeichnungsdauer beträgt 1.164 Stunden.
 
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