Technik

Liebherr-Maschinen im Eisenbahntunnel

Die Koralmbahn ist eines der größten Projekte der ÖBB-Infrastruktur zum Ausbau des österreichischen Eisenbahnnetzes. Die 130 Kilometer lange Strecke soll ab 2023 erstmals eine direkte Verbindung der Zentren Graz und Klagenfurt ermöglichen. Sie ist Teil des Baltisch-Adriatischen Korridors, der sich von Bologna bis nach Danzig erstreckt.

Seit kurzem arbeitet ein Konsortium unter technischer Leitung von Implenia am Abschnitt zwischen St. Andrä und Aich, dessen Kernstück die 6,1 km lange Tunnelkette Granitztal ist. Neben weiteren Maschinen setzt Implenia hier drei Tunnelradlader L 566 sowie drei Tunnelbagger R 944 von Liebherr für den Tunnelbau ein.

Gut gepanzert und beleuchtet

Liebherr-Tunnelradlader und -Tunnelbagger sind Spezialmaschinen, die Liebherr extra für den harten Einsatz im Tunnel entwickelt hat. Die Ausstattung der Tunnelradlader umfasst unter anderem vier Arbeitsscheinwerfer hinten, Kippzylinder mit Kolbenstangenschutz sowie den heckseitigen Rammschutz. Eine speziell für den Tunnelbau entwickelte Kabine mit Panzerverglasung schützt Mensch und Maschine. Unternehmen können Liebherr-Tunnelbagger bei allen gängigen Tunnelvortriebsarten einsetzen. Zu ihrer robusten Ausstattung gehört unter anderem ein Schwenkarm mit 2 x 45°-Lager. Der mechanische Schnellwechsler ist mit einer verstärkten Verriegelungseinheit sowie einem Verschleißschutz an der Hakenseite versehen. Um Schäden durch herabfallende Steine zu verhindern, schützt Liebherr alle Schläuche, die auf der Ausrüstung an exponierter Stelle liegen, durch Schutzplatten. Die Spezialkabine ist serienmäßig durch FOPS und FGPS gesichert.  

Liebherr-Maschinen im Einsatz beim Tunnelbau in Österreich
Gerüstet für besondere Bedingungen: die Liebherr-Maschinen im Einsatz beim Tunnelbau in Österreich.
 
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