Technik

Einsatzbericht: zwei Liebherr R 980 SME bei Schwenk Zement

An der Effizienz geschraubt

Zur Steigerung ihrer Produktivität hat sich Schwenk Zement kürzlich für die Anschaffung von zwei Liebherr-Raupenbaggern R 980 SME entschieden. Die Bagger werden im firmeneigenen Kalksteinbruch zum direkten Gesteinsabbau eingesetzt.

Im süddeutschen Heidenheim an der Brenz betreibt Schwenk Zement einen Kalksteinbruch mit angeschlossenem Zementwerk. Für den Gewinnungseinsatz im Steinbruch hat das Unternehmen kürzlich zwei neue Liebherr-Raupenbagger R 980 SME in Betrieb genommen. Die Bagger sind mit einem verstärkten Unterwagen ausgestattet, bei dem die Fahrwerkskomponenten des nächstgrößeren Modells des Standardprogramms, d. h. des Miningbaggers R 9100, montiert wurden. In Verbindung mit einem schweren Ballastgewicht verbessert dieser Unterwagen die Stabilität der Maschine und gestattet gleichzeitig die Verwendung eines Löffels mit größerem Volumen. Auch die Ausrüstung, wie Stiel- und Löffelzylinder, ist mit größerem Durchmesser und passender Kinematik an die höheren Reiß- und Losbrechkräfte angepasst. Dadurch steigen insgesamt Leistung und Wirtschaftlichkeit des Baggers im Vergleich zum Standardmodell R 976. Der Liebherr-Motor bietet eine Leistung von 420 kW / 571 PS und erfüllt die Abgasnormen der Stufe IIIB / Tier 4i.

Mehr Flexibilität

Bei Schwenk Zement sind die Liebherr-Raupenbagger R 980 SME gemeinsam mit einem Radlader direkt an der Abbauwand im Einsatz. Die Gewinnung erfolgt stets mit zwei der drei Maschinen. Während der Radlader flexibler und mobiler ist, eignet sich der Raupenbagger für die Sortierung des Gesteins und bietet gleichzeitig höhere Reiß- und Losbrechkräfte. „Früher haben wir in der Produktion mit drei Radladern gearbeitet. Mit den beiden Liebherr-Raupenbaggern haben wir heute die ideale Lösung gefunden, denn wir erreichen mehr Leistung und Produktivität und erhalten uns dank des Radladers unsere Flexibilität“, erläutert Steinbruchleiter Wolfgang Kuhnt. Seitdem die zwei Raupenbagger im Einsatz sind, hat sich die Sprengarbeit im Steinbruch reduziert. Die Sohle und das Material können trockener aufgenommen und verarbeitet werden; dadurch ist der Verlust von Rohmaterial bei Schwenk Zement gesunken.

Umschlagsstark und verbrauchsarm

Im Einsatz vor Ort erreichen die Raupenbagger eine durchschnittliche Umschlagleistung von 350 Tonnen pro Stunde und gewährleisten so eine optimale Versorgung der Brecheranlage, die auf eine Kapazität von 700 Tonnen pro Stunde begrenzt ist. „Die Raupenbagger können jedoch ohne weiteres auch 500 Tonnen pro Stunde, zu zweit also 1.000 Tonnen, erreichen“, erklärt Kuhnt. Den Materialtransport übernehmen anschließend Starrrahmen-Muldenkipper mit einer Nutzlast von 65 Tonnen. Mit einem Durchschnittsverbrauch von 55 Litern pro Stunde sind die beiden Raupenbagger R 980 SME zudem sparsamer im Betrieb als der Radlader. Dieser geringe Kraftstoffverbrauch wird durch die integrierte Systemtechnik von Liebherr erreicht. Die Technik basiert auf einem Hydrauliksystem, das mit strategisch angeordneten Sensoren arbeitet. Jeder Steuervorgang des Baggerführers wird vom Steuerrechner verarbeitet, der den Betrieb des Motors und des Hydrauliksystems entsprechend optimiert.

Raupenbagger
SME-Raupenbagger von Liebherr wurden vor allem für Arbeiten im Steinbruch entwickelt; ihre Umschlagleistung ist abgestimmt auf die Brecher-Kapazitäten.
 
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