Technik

Schnelle Tunnelbohrer für neues Abwassersystem am Persischen Golf

Die neu erstellten Abwassertunnel von Katars Hauptstadt Doha sind wichtig, um Stadt und Einwohner künftig besser vor Überschwemmungen bei starken Regenfällen zu schützen. Zwei Herrenknecht-Bohrmaschinen mit einem Durchmesser von jeweils 4,47 Metern benötigten für ihre Tunnelstrecke verblüffend kurze 12 beziehungsweise 14 Monate. Dabei erzielten sie unter der Regie des bauausführenden Unternehmens Salini-Impregilo bemerkenswerte Leistungen von bis zu 165 Metern pro Woche.

In rund 30 Metern Tiefe erwies sich das EPB-Verfahren als optimale Wahl, um der klebrigen Böden mit hohem Felsanteil in Doha konsequent Herr zu werden. Herrenknecht hatte für den Kunden ein spezielles Schneidrad-Design mit großem Öffnungsverhältnis konzipiert – was in einem entsprechend effizienten Materialabbau mündete. Hohe maximale Anpresskräfte sorgten bei beiden Maschinen für Top-Vortriebswerte. Der finale Durchbruch im Sommer markierte den Abschluss von Phase 1 der Vortriebsarbeiten am Abu Hamour Southern Outfall Project.

Katar gehört zu den trockensten Landschaften der Erde. Wenn es in Doha stark regnet, kann es zu gefährlichen Überschwemmungen kommen, da die Metropole nur wenige Meter über dem Meeres- und damit dem Grundwasserspiegel liegt. Das Abu Hamour Southern Outfall Project soll helfen, diese Gefahr zukünftig zu verringern. Das Tunnelsystem wird überflüssiges Wasser abtransportieren und die vorhandenen Pumpen entlasten, um den hohen Wasserspiegel zu senken. Dies soll Energie und Kosten in erheblichem Umfang einsparen.

Tunnelbohrer
Schon bei der Baustellenmontage im Sommer 2014 hatten die Teams von Salini-Impregilo und Herrenknecht eng zusammengearbeitet. Beide Maschinen starteten aus demselben Startschacht.
 
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