Technik

Einsatzbericht: Cat-Radlader-Quartett 966M im Steinbruch

Auch die Umwelt profitiert

Jede noch so kleine Abweichung im Ablauf der Rohstoffgewinnung zieht weit reichende Folgen nach sich, die gut durchdacht sein müssen. Bereits eine andere Gerätetechnik kann die Produktionsleistung beeinflussen. Genauso folgenreich ist es auch, wenn sich Transportwege verändern. Das Unternehmen Klaus Reimold aus Gemmingen hat dies genutzt, um seine Produktion noch wirtschaftlicher auszurichten.

Der Steinbruch, der Muschelkalk gewinnt, wird in absehbarer Zeit die Aufbereitung des Natursteins für das angrenzende Schotterwerk umstellen, was eine Kette an Investitionen nach sich ziehen wird. Davon waren die vier neuen Cat Radlader 966M zwar nicht direkt betroffen, die von der Zeppelin Niederlassung Böblingen geliefert wurden. Sie werden die Auswirkungen aber dann im Nachgang spüren, wenn der Umbau konkrete Formen annimmt. „Wir haben nicht das vermeintlich billigste Angebot gewählt, sondern das nach unserer Überzeugung wirtschaftlichste“, machten die beiden Brüder und geschäftsführenden Gesellschafter des Steinbruchs, Klaus-Peter und Matthias Reimold, deutlich. Insgesamt standen sechs Maschinen in der 24-Tonnen-Klasse zur Disposition. Zwei weitere Vertreter in Form des Cat 966M hat die Unternehmensgruppe an anderer Stelle im Einsatz: Radlader Nummer fünf versieht seinen Dienst im Asphaltmischwerk Sinsheim, Nummer sechs im Kieswerk bei Ubstadt-Weiher. Nicht nur die Rohstoffproduktion hat Maschinenbedarf – an das Schotterwerk angeschlossen ist ein Straßen-, Kanal- und Tiefbauunternehmen, das ebenfalls Baumaschinen benötigt. Dort wird ein Cat Radlader 907H2 eingesetzt. Die Ausstattungen der verschiedenen Cat 966M unterscheiden sich einsatzbedingt: Die Ladegeräte, die rund um den Steinbruch und das Schotterwerk Ladeaufgaben übernehmen, erhielten eine Felsschaufel mit Zähnen und Felsbereifung.

Eine weitere Besonderheit: Das Hydrauliköl basiert auf einem biologisch schnell abbaubaren Öl der Firma Kleen-oil Panolin. Dieses Öl setzt das Unternehmen bei allen Baumaschinen ein – selbst kleine Radlader wie der Cat 907H2 sind davon nicht ausgenommen. Dafür sprechen nicht nur die Langlebigkeit und der gute Verschleißschutz des Schmierstoffs, sondern der Steinbruch beeinflusst mit seinem Abbau ja auch das  Grundwasser. Da spielten ökologische Aspekte eine Rolle.

Vielfältige Anwendungen

Das Radlader-Quartett tritt rund um den Steinbruch in Aktion, etwa in der Rückverladung, aber auch beim Materialtransport. Nachdem der Muschelkalk durch Großbohrloch-Sprengungen gelöst wurde, befördern ihn die Baumaschinen in den Vorbrecher. Von dort nimmt der Muschelkalk seinen weiteren Weg Richtung Aufbereitung. Aus mehrfachem Brechen und Sieben entstehen hochwertige Gesteinskörnungen – strikt getrennt voneinander werden verschiedene Produktionslinien gefahren: einmal die Linie für die einfach gebrochenen, nicht güteüberwachten Baustoffe, sowie die Linie der mehrfach gebrochenen, also veredelten und güteüberwachten Baustoffe.

Fahrer vor Radladern im Steinbruch
Die Fahrer waren in die Entscheidung zur Anschaffung eingebunden.
 
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