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Rückschau auf die A+A 2015 in Düsseldorf

Gute Stimmung überall

Mit einem Plus bei den Besucherzahlen ging am 30. Oktober die 30. A+A in Düsseldorf zu Ende. Und auch die weiteren Zahlen können sich sehen lassen.

Oldtimer mit Werbebeschriftung auf dem Messegelände
Auch auf dem Außengelände erwartete so mancher Hingucker die Besucher.

Gute Stimmung in Düsseldorf. Und das lag nicht nur an den frühlingshaften Temperaturen und dem zeitweise strahlend blauen Himmel, der den Wechsel zwischen den einzelnen Hallen zu einem Vergnügen machte. Fast 1.900 Aussteller waren in Düsseldorf vertreten. Sie kamen aus 57 Nationen. Aus 80 Nationen sogar kamen die ausländischen Besucher der diesjährigen Messe für persönlichen Schutz, betriebliche Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Damit stellten sie 30 Prozent der Besucher – ein deutliches Zeichen für die internationale Bedeutung der A+A. Und auch das begleitende Fachprogramm überzeugte.

Modenschau mit Arbeitskleidung
Modenschau mit Arbeitskleidung

Den internationalen A+A Kongress, organisiert von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (Basi), besuchten gut 5.000 Teilnehmer, die aus 60 Veranstaltungsreihen mit 350 Referenten ihr Fachprogramm wählen konnten. Begleitet wurde der thematisch vielfältig ausgerichtete Kongress von der hochrangig besetzten Konferenz der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und der Internationalen Vereinigung für Soziale Sicherung (ISSA).

In den Hallen präsentierten die Aussteller die ganze Vielfalt des Themas Arbeitsschutz. Dass Arbeitsschutzkleidung nicht nur zweckmäßig sein muss, sondern durchaus auch modische Aspekte berühren kann, zeigte die choreographierte Fashion Show. Eine DJane sorgte für den passenden Sound, die Models präsentierten sich in einer Lichtshow, die Zuschauer waren begeistert. Überhaupt war bei vielen Ausstellern zu beobachten, dass bei der Herstellung von Arbeitsschutzkleidung immer stärker auch auf modernes Design geachtet wird.

Großes Interesse weckte der Bereich „Corporate Health“ mit Angeboten zu betrieblicher Gesundheitsförderung und gesunder Arbeitsplatzgestaltung. Ein Publikumsmagnet war die Sonderschau „Sicheres Retten aus Höhen und Tiefen“, die mit dem THW und der DLRG gestaltet wurde. Mehrmals täglich wurden Techniken und Praktiken live demonstriert, mit denen Menschen aus verschiedenen Extremsituationen gerettet werden können.

Selbstverständlich war auch die BG RCI mit ihrem Stand in Düsseldorf vertreten. Vier Tage hatten die Mitarbeiter der BG die Gelegenheit, sich mit interessierten Besuchern auszutauschen und ihnen die Ziele und Aktionen der Berufsgenossenschaft nahezubringen. Diese Möglichkeit wurde intensiv genutzt, langweilig wurde es am BG-Stand in Halle 10 jedenfalls nie.

Die BG RCI unterstützte zudem die Initiative „young talents @ A+A“ der Messe Düsseldorf. Ziel der Initiative ist es, Auszubildende für die Themen Arbeitssicherheit und PSA zu interessieren. Aus Mitgliedsunternehmen der Berufsgenossenschaft in NRW fuhren rund 200 Azubis am 30. Oktober gemeinsam nach Düsseldorf. Dort erwartete sie ein spannender Messebesuch, bei dem mit Messe-Guides die Ausstellungshallen erkundet wurden. Der Branchennachwuchs nutzte die Chance, mit Fachleuten ins Gespräch zu kommen und sich über die neuesten Entwicklungen zu informieren.

Modenschau mit Arbeitskleidung
Modenschau mit Arbeitskleidung
Die Fashion Show zeigte zeitgenössisch-moderne Workwear. Die Show wurde mit Lichteffekten und Beats unterlegt.

A+A Unternehmertag

Zu den begleitenden Fachveranstaltungen zählte auch der Unternehmertag, der am Messefreitag stattfand. Er stand unter dem Motto „Demografische Entwicklung und Vielfalt in der Arbeitswelt als Führungsaufgabe“. Die Veranstaltung gab Denkanstöße, wie sich vor allem kleinere und mittelständische Unternehmen den Herausforderungen stellen können, die durch den demografischen Wandel und den daraus resultierenden Fachkräftemangel verursacht werden. Auf dem von Alexander Niemetz moderierten Programm standen vielfältige Impulsvorträge. Nach der Begrüßung durch Saskia Osing, Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (Basi), informierte Dirk Palige, Zentralverband des Deutschen Handwerks und des Deutschen Handwerkskammertages, über Strategien zur Ausbildung und Mitarbeitergewinnung in Handwerksbetrieben. Zu den weiteren Themen gehörten die Suche nach Fachkräften, die Möglichkeiten, um ältere Arbeitnehmer bis 67 weiterhin erfolgreich im Betrieb einzubinden, sowie betriebliches Gesundheitsmanagement. Über einen wichtigen Baustein für eine gute, sichere Arbeitsumgebung, nämlich das Eingestehen von Fehlern, sprach der Pilot und Dozent für Risikomanagement Manfred Müller. Vorbeugen ist besser als heilen – dieses alte Sprichwort hat nichts an Bedeutung verloren. Wie wichtig Prävention für unternehmerischen Erfolg ist, zeigte Helmut Ehnes, Präventionsleiter der BG RCI, in seinem den Unternehmertag abschließenden Vortrag.

Interessierte Messebesucher am Stand der BG RCI im Gespräch.
Interessierte Messebesucher am Stand der BG RCI im Gespräch.

„Die A+A hat ihre Position als international führende Messe- und Kongressveranstaltung für sichere und gesunde Arbeit mit neuen Topwerten auf der Aussteller- und Besucherseite einmal mehr bestätigt. Über Europa hinaus setzt sie Impulse für den Markt und die politische Diskussion. Diesbezüglich waren auch die zahlreichen Aktivitäten rund um das diesjährige Partnerland Südkorea hilfreich“, so die erfreuliche Bilanz von Joachim Schäfer, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf.

Die nächste A+A findet 2017 wieder in Düsseldorf statt.

Stefan Möller
Redaktion Steine+Erden

Gruppenfoto
Auch Auszubildende von Rheinkalk fuhren im Rahmen von „young talents @ A+A“ nach Düsseldorf, um sich in Sachen Arbeitsschutz zu informieren.
 
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