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Rückschau auf die 60. NordBau in Neumünster

Eine Messe zum richtigen Zeitpunkt

Die 60. NordBau setzte auch in ihrem Jubiläumsjahr ihren Kurs als Nordeuropas größte Kompaktmesse des Bauens fort. Zu der seit langer Zeit ausgebuchten Leistungsschau kamen an fünf Messetagen 65.800 Besucher nach Neumünster. 846 Aussteller aus 17 Ländern präsentierten ihre Produkte und Dienstleistungen für die Baubranche.

Die NordBau 2015 traf unter anderem mit Schwerpunkten wie „Brückenbau & Brückensanierung“, „Architekten als Anwalt des Bauherrn“ sowie „Schaffung von zusätzlichem Wohnraum“ den Nagel auf den Kopf – eine Messe zum richtigen Zeitpunkt.

Das spiegelte sich bereits zur Eröffnung wider. Auf das gegenwärtig viel diskutierte Thema Wohnraum wies Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig zur Messeeröffnung hin, indem er anmahnte, ausreichend Wohnraum aktuell auch für Flüchtlinge in Städten und Gemeinden zu schaffen. So müsse die Landesplanung künftig schneller und effektiver arbeiten, um zeitnahe Projekte zu ermöglichen.

Sanierung im Mittelpunkt der Diskussion

Nicht nur in Schleswig-Holstein gilt Brückenbau und Brückensanierung als Brennpunkt in der Bauwirtschaft. Das war ein Topthema im Veranstaltungsprogramm während der Messetage. Diskutiert wurde unter anderem die erforderliche Aufrechterhaltung von Verkehrsbedingungen bei den Sanierungsarbeiten – eine besondere Herausforderung nicht nur für Planer, sondern auch für Bauunternehmen. Beispiel dafür ist die Rendsburger Hochbrücke, die über den Nord-Ostsee-Kanal führt. Informationen über Bauabläufe und über den gesamten Sanierungsbedarf der Brücken in Norddeutschland standen auf der Tagesordnung der NordBau. Im Gespräch war ebenso der zügige Neubau der Rader Hochbrücke im Zuge der A 7 über den Nord-Ostsee-Kanal.

Im Fokus der erfolgreichsten Fachmesse für das gesamte Baugeschehen in Deutschland und Nordeuropa stand ebenfalls der „Architekt als Anwalt der Bauherren“. So wurde in zahlreichen Ausstellungsbereichen und Vorträgen vermittelt, wie Architekten und Ingenieure passgenaue Lösungen von der Planung bis zur Ausführung im Neubau oder auch bei der Sanierung und Modernisierung von Wohnraum finden. Das Interesse daran war riesig, wie die Architektenkammer mitteilte. Am praktischen Beispiel wurde in Halle fünf gezeigt, wie durch den Ausbau des Dachgeschosses zusätzlich Wohnraum geschaffen werden kann. Der Landesverband des Dachdeckerhandwerks, das Holzbauzentrum und die Baustoffhersteller bieten dazu die notwendigen Baustoffe, Zubehörteile sowie Lösungen.

Leistungsschau der Hersteller

Mit zahlreichen Neu- und Weiterentwicklungen warteten die Baumaschinenhersteller auf. Der Ausstellung auf dem Freigelände kam besondere Bedeutung zu, da diese Präsentation in diesem Jahr die einzige in Deutschland war. So wurden auf der NordBau unter anderem Modellneuheiten einer Planierraupe oder einer Erdverdichtungsmaschine vorgestellt. Auch weitere Hersteller sorgten mit ihren „Maschinen-Paraden“ für ein Füllhorn neuester technischer Entwicklungen. Der Fokus lag dabei wiederum auf umweltgerechter Antriebstechnik. Besonderes Interesse galt dabei der Anwendung von Akku-Technologien: nicht nur Kleingeräte und Werkzeuge mit leistungsfähigen Akkus, die vor allem bei den Bauhandwerkern gefragt sind, sondern auch ein Radlader mit reinem Elektroantrieb.

Die kommende NordBau Neumünster findet vom 7. bis zum 11. September 2016 statt.

Messegelände
Nordeuropas Größte: die Nordbau in Neumünster.
 
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