Technik

CarIT-Kongress auf der IAA Nutzfahrzeuge

Das vernetzte Fahrzeug als Bestandteil mobiler Zukunft

Unter dem Motto „Connected Car – die Zukunft der Mobilität“ trafen sich 350 Entscheider aus der Automobil- und IT-Industrie sowie Vertreter von Wissenschaft und Politik. Veranstalter des Kongresses waren das Fachmagazin carIT, der VDA und Bitkom.

„Je früher wir die Öffentlichkeit über die faszinierenden Möglichkeiten der individuellen Mobilität von morgen begeistern, umso schneller werden aus Innovationen Märkte“, sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann in seiner Begrüßungsrede.

„Wir schaffen Allianzen mit IT-Unternehmen, etablieren Car-sharing-Modelle und entwickeln alternative, umweltschonende Antriebe. Nötig sind ein intensiver Gedankenaustausch und eine konkrete Zusammenarbeit von ITK-Anbietern, Energieversorgern, Dienstleistern, aber auch von Kommunen und Inves­toren“, so Matthias Wissmann.

Der Gesetzgeber müsse den infrastrukturellen und technischen Herausforderungen begegnen und einen rechtssicheren Rahmen für alle Beteiligten schaffen. Eine wesentliche Herausforderung bestehe darin, die Rahmenbedingungen im europäischen, aber auch im globalen Kontext zu harmonisieren. „Eines können wir dem Kunden nicht erklären: dass beim Überfahren einer Grenze gewohnte Funktionen und Features nicht mehr genutzt werden dürfen. Informationen müssen in standardisierter Form über definierte Schnittstellen ausgetauscht werden können. An dieser Stelle sind ein enger Schulterschluss und gemeinsames Handeln mit der nationalen und internationalen Politik nötig, um die Mobilität in der Zukunft sicher, komfortabel und effizient zu gestalten.“

Vernetzung als Zukunftsthema

Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, ging in ihrem Vortrag auf die Chancen ein, die vernetztes und automatisiertes Fahren mit sich bringen. „Mehr Sicherheit, mehr Komfort, weniger Emissionen – alles das lässt sich dank moderner Techniken verwirklichen.“ Doch zugleich stellten sich zum Teil schwierige Fragen, bei der Datensicherheit und dem Datenschutz, bei der Schaffung einheitlicher Standards und im Zulassungs- und Verhaltensrecht.

Die Bundesregierung, so Zypries, gehe diese neue Entwicklung an. Mit der „Digitalen Agenda“ habe man die wichtigsten Themen benannt. Nun gelte es, alles zu tun, damit die Fahrzeugindustrie auch bei den digitalen Anwendungen weltweit führend ist. „Das Fahrzeug ist bereits heute eine Kommunikationszentrale mit Vernetzungen zwischen Insassen, Fahrzeug und Umwelt. Die vollständige Vernetzung der Fahrzeuge – das Internet of Cars – ermöglicht neue Kundenfunktionen und Mobilitätsdienstleistungen“, betonte Elmar Frickenstein, Leiter des Bereichs Entwicklung Elektrik/Elektronik, BMW AG, in seiner Präsentation.

VDA-Präsident Matthias Wissmann.
VDA-Präsident Matthias Wissmann.
 
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