Technik

Wirtgens Surface Miner 2200 SM 3.8 in China

Mehr Kohle für Kunden

In Zhundong arbeitet der erste Surface Miner 2200 SM 3.8. Die Weiterentwicklung von Wirtgen ersetzt dort ab sofort die konventionelle Abbaumethode.

In der Yihua Xinjiang Wucaiwan Coal Mine, einer Kohlemine im äußersten Nordwesten Chinas, gewinnt der chinesische Contractor Xinjiang Jianyun Engineering den fossilen Energieträger durch die Surface Mining Technologie. Der Minenbetreiber wollte die Sicherheit in der Mine erhöhen. Für die Abbaufläche mit 2 x 300 x 35 Meter sollte die gesuchte Maschine wendig sein. Außerdem wollte der Betreiber die Produktion von 3.000 t täglich auf 7.000 t/Tag erhöhen. Zudem ist die Kohle extrem brüchig und feinkörnig, die Staubentwicklung dadurch sehr hoch. Unterschiedliche Anforderungen an die Korngrößen des geschnittenen Materials sowie die zwischen 1,3 m und 10,63 m dicken Kohleflöze mussten bei der Planung ebenfalls berücksichtigt werden. Man entschied sich für den Einsatz des neuen Surface Miner 2200 SM 3.8. Er weist bei gleichem Maschinenkonzept des 2200 SM/3800 eine um 25 Prozent höhere Produktionskapazität auf, bei rund 15 Prozent geringerem spezifischem Kraftstoffverbrauch

Selektive Gewinnung

Herzstück der kompakten Maschine ist das 3,8 Meter breite Schneidaggregat. Es schneidet Kohle oder Salz bis zu einer einaxialen Druckfestigkeit von 35 MPa und legt das Material in drei Schwaden (Windrow-Verfahren) hinter der Maschine ab. Die Schneidleistung nutzt die Motorkraft optimal aus. Dank des Anpassens der Walzendrehzahl in Kombination mit einer Reduzierung der Schneidtiefe und Fahrgeschwindigkeit wurde die Korngrößenstruktur vor Ort zusätzlich optimiert und der Feinkornanteil um weitere 10 % gesenkt. Zwei hydraulisch anhebbare Kantenschutzschilder dichten das Walzenaggregat zudem zuverlässig ab, so dass mithilfe des allseits geschlossenen Aggregats die Staubentwicklung beim Schneiden deutlich reduziert wird. Darüber hinaus ist der Miner in dieser Anwendung mit einem zusätzlichen Staubschutzschild ausgerüstet. Im Minenbetrieb vor Ort zeichnete sich auch der mechanische Schneidwalzenantrieb mit drei Kraftbändern durch einen hohen Wirkungsgrad aus. Die nahezu verlustfreie Kraftübertragung ermöglicht Effizienz und hohe Tagesleistungen bei einfacher Wartung. Für den maximalen Output beim selektiven Schneiden der Kohleflöze sorgen die drei Materialauslassöffnungen im Abstreifschild, die das Ablegen großer Mengen geschnittenen Gesteins im Windrow-Verfahren ermöglichen.

Surface Miner im Tagebau
Der 2200 SM 3.8 hat eine Schneidbreite von 3,8 m und eine Schneidtiefe von bis zu 350 mm.
 
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