Technik

Denkmalgeschützte Halle in Hamburg saniert

Taktgenau: Transportbeton für St. Pauli

Für die Nahversorgung mit Lebensmitteln wurde die denkmalgeschützte Rindermarkthalle St. Pauli umgebaut. Um einen reibungslosen Ablauf vor Ort zu garantieren, versorgte HeidelbergCement die Baustelle mit Transportbeton. Besondere logistische Herausforderung dabei: Es galt, den Fluss der grauen Masse ununterbrochen am Laufen zu halten, um optimale Bauergebnisse zu erzielen.

Auf St. Pauli in direkter Nachbarschaft zum Heiligengeistfeld und zum Fußballstadion wird derzeit die denkmalgeschützte ehemalige Rindermarkthalle saniert und mit dem Anspruch „Einkaufen statt shoppen“ umgebaut. In einer Atmosphäre wie auf dem Wochenmarkt – nur wetterfest und die ganze Woche geöffnet – können die Bewohner des Hamburger Stadtteils bereits seit September fußläufig ihre täglichen Einkäufe und Besorgungen erledigen. Das Obergeschoss soll künftig als soziales und kulturelles Stadtteilzentrum genutzt werden.

Anspruchsvolle Detailarbeit

Zuvor musste der zum Teil marode Bau allerdings nach zweijährigem Leerstand umfassend saniert werden. Die im Juni 1951 eröffnete Rindermarkthalle mit einer Grundfläche von 14.200 Quadratmetern bei einer lichten Höhe von neun Metern ist nicht unterkellert. Die Bodenplatte wurde in Kanälen geschlitzt, um die veralteten Verrohrungen und Installationen zu entfernen bzw. an die Anforderungen der neuen Nutzung anzupassen und neu zu verlegen.

Um die Versorgungsleitungen hohlraumfrei zu ummanteln, setzte das Bauunternehmen Ammersbeker Landschaftsbau den fließfähigen Verfüllbaustoff TerraFlow von Heidelberger Beton ein. Im nächsten Schritt wurde die Bodenplatte abgefräst, anschließend brachte die Erich Mikeska GmbH als Leichtausgleich das Heidelberger Beton Spezialprodukt Poriment mit einer Rohdichte von 0,5 kg/dm³ in Höhen von 50 bis 80 Millimetern auf. Als lastverteilende Schicht und abschließenden Industriebetonboden baute die G.v.G. Industriebodenbau GmbH & Co. KG einen fließfähigen Easycrete F der Konsistenzklasse F5 von Heidelberger Beton über Pumpen ein.

Beton marsch!

Kein ganz einfaches Unterfangen, da für ein optimales Ergebnis die Pumpe am besten ununterbrochen laufen muss. Kommt es zu Verzögerungen, besteht die Gefahr des Sedimentierens im Schlauch. „Der logistische Dreiklang aus Anlieferung – Pumpen – Einbringen musste passen“, verdeutlicht Detlef Schutty von der TBH Transportbeton Hamburg GmbH & Co. KG, eine Beteiligung der Heidelberger Beton GmbH. „Die Fahrmischer mussten exakt aufeinander abgestimmt anliefern, damit die Pumpe nicht stillstehen musste. In der Feinabstimmung vor Ort mussten wir flexibel reagieren – stand ein Fahrmischer beispielsweise im Stau, haben wir langsamer gepumpt.“

Um eine ebene und glatte Oberfläche zu erzielen, wurde der rohe Beton nach einiger Ruhezeit lediglich mit einem Flügelglätter nachbearbeitet – der Sichtbetonfußboden unterstreicht auf diese Weise den rustikalen Charakter der Markthalle.

Sichtbeton
Die Besucher der Rindermarkthalle schlendern heute über einen rustikalen Sichtbeton, der als Ausgleichsschicht auf die zuvor abgefräste Bodenplatte gepumpt wurde. // HeidelbergCement/Stephan Falk
 
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