Unternehmensführung

Nationaler IT-Gipfel 2014 in Hamburg

Sich dem Wandel stellen

Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, begrüßte Ende Oktober mehr als 800 hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zum 8. Nationalen IT-Gipfel der Bundesregierung in Hamburg. Am diesjährigen Spitzentreffen für die Digitalisierung in Deutschland nahmen unter anderem Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Olaf Scholz, teil.

Der diesjährige IT-Gipfel stand unter dem Motto „Arbeiten und Leben im digitalen Wandel – gemeinsam. innovativ. selbstbestimmt“.

„Mit der Digitalen Agenda hat die Bundesregierung politische Leitlinien für die Digitalisierung formuliert. Mir ist wichtig, dass sich IKT-Branche, Anwender und gesellschaftliche Gruppen wie die Netzgemeinde künftig auf Augenhöhe begegnen, deshalb öffnen wir den IT-Gipfel-Prozess. Insbesondere die traditionell starken Industriezweige wie Maschinenbau, Elektrotechnik und Automobilbau sollen stärker in diesen Dialog einbezogen werden, was die Einrichtung einer Plattform „Industrie 4.0“ unterstreichen soll. Die digitale Wirtschaft ist ein bedeutender Wirtschaftszweig, den wir mit zahlreichen Programmen und Maßnahmen weiter unterstützen möchten. Dafür wird das Bundeswirtschaftsministerium bis 2018 ca. 430 Mio. Euro aufwenden“, so Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel in seiner Eröffnungsrede. Er legte auf dem Gipfel konkrete Umsetzungsschritte für das Handlungsfeld „Digitale Wirtschaft und digitales Arbeiten“ der Digitalen Agenda vor. An den Start ging unter anderem das neue Technologieprogramm „Smart Service Welt“, mit dem die Forschungs- und Entwicklungsförderung um intelligente Dienstleistungen für die „Industrie 4.0“ erweitert wird. Um den Mittelstand stärker für die neuen Möglichkeiten und Potenziale der Produktion der Zukunft zu sensibilisieren, werden zudem fünf Zentren für Information und Demonstration zu Industrie 4.0 eingerichtet.

Enge Zusammenarbeit auch in der Zukunft

In der „Hamburger Erklärung“ verständigten sich die Gipfelteilnehmer auf die entschlossene und verantwortungsvolle Fortsetzung der Kooperation zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft in den kommenden Jahren. Zudem wurden erste Ergebnisse des Monitoring-Reports Digitale Wirtschaft 2014 präsentiert. Danach konnte die Digitale Wirtschaft Deutschlands im 15-Länder-Vergleich einen guten fünften Platz behaupten: Bei den IKT-Umsätzen erreicht Deutschland mit einem Anteil von 4,3 Prozent an den weltweiten Umsätzen Platz fünf. Bei der Nutzung von neuen Technologien in Unternehmen liegt Deutschland im 15-Länder-Vergleich auf Rang vier.

Nachholbedarf hat Deutschland beim Export von IKT. So liegt der Anteil an allen Exporten nur bei knapp neun Prozent. Das entspricht dem zwölften Rang im internationalen Vergleich. Die Digitale Wirtschaft ist mit über 91.000 Unternehmen und gut 900.000 Beschäftigten ein bedeutender Zweig der deutschen Wirtschaft.

BMWi

Sigmar Gabriel auf der Bühne
// BMWi/Michael Reitz
 
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