Technik

Vermessungen mit dem geo-X8000

Abheben für mehr Überblick

Leise surrt ein kleiner Punkt über dem Liapor-Blähtonwerk im fränkischen Hallerndorf. Schnurgerade, als folge er unsichtbaren Linien am Himmel, zieht er seine Bahnen über den verschiedenen, hoch aufgetürmten Halden. Plötzlich dreht er ab und fliegt diagonal zum bisherigen Kurs auf den Rand des Werkes zu.

Hier steht Udo Hack. Vor seinem Bauch hängt eine Fernbedienung. Doch seine Hände an den kleinen Steuerknüppeln tun nichts: „Im Moment übernimmt der Autopilot die komplette Steuerung“, verrät der Mineraloge und blickt weiter konzentriert auf den größer werdenden Punkt. Mittlerweile sind deutlich acht Arme mit Rotoren erkennbar. Für einen kurzen Moment bleibt das Fluggerät in der Luft stehen, dann übernimmt Hack die Steuerung. Ein paar vorsichtige Hebelbewegungen später steht das spinnenartige Gerät stumm auf dem Boden vor uns und die Fernbedienung meldet „Motoren aus“.

„Das Starten ist immer wieder ein Erlebnis, wenn ich den Oktokopter steil hochziehe, um ihn dann in etwa 20 m an die Automatik zu übergeben. Das Landen ist mit etwas Übung überhaupt kein Problem. Je öfter man das macht, umso einfacher wird es“, sagt Udo Hack und hebt das knapp fünf Kilogramm leichte Gerät an einem der Karbonarme in die Höhe. Er zeigt auf die Kamera an der Unterseite. Während des rund zehnminütigen Flugs hat sie Hunderte Bilder aufgenommen, jede Halde wurde so mehrfach aus unterschiedlichen Blickwinkeln fotografiert, ebenfalls vollautomatisch. Hack wird die Bilder nun vom Computer im Büro zu einem Mosaik zusammensetzen lassen.

Luftbild
Die aufgenommenen Bilder sind nicht nur eindrucksvoll, sie dienen als Basis für die Vermessung.

Neben dem klassischen Orthofoto entsteht dabei auch ein hochgenaues, dreidimensionales Geländemodell. Dieses bildet die Grundlage für die Haldenberechnung mit der Software VolumeX aus der Palette von geo-konzept, der auch Anbieter des geo-X8000 ist.

Neben der exakten Bestimmung vorhandener Lagermengen für die betriebswirtschaftliche Dokumentation und Planung verbessert Liapor mit dem Einsatz der zivilen Drohne auch die Arbeitssicherheit auf dem Gelände. Während die Vermessung früher mitten zwischen Maschinen und Transportern geschah, bleiben Udo Hack und seine Kollegen nun in sicherer Entfernung. Größere Sicherheit war auch ein Beweggrund für die englische Firma Quarry-Design und ihren Chef Adrian Wilkinson, die zu den ersten Kunden von geokonzept zählten, die einen geo-X8000 bestellten. QuarryDesign ist Spezialist für Steinbruchkomplettvermessungen. Seit vielen Jahren setzt die Firma bereits terrestrische Laserscanner ein.

Nun kommt immer häufiger das UAV (Unmanned Aerial Vehicle) zum Einsatz. „Der Zeitgewinn ist einfach enorm und die Datenqualität ist  außergewöhnlich“, so der begeisterte Firmenchef. Mit der passenden geo-konzept-Software Quarry-Manager werden die Ergebnisse der Überflüge für den Betriebsleiter vor Ort nutzbar: Als dreidimensionales Risswerk mit allen Details des Steinbruchs.

Ferngesteuerter Hubschrauber mit Kamera in der Luft
Kompakt und fünf Kilo leicht: der Luftbild-Oktokopter geo X8000.
 
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