Start des neuen Bundeslandmodells der BG

Ulrich Meesmann

Als sich vor knapp fünf Jahren die Berufsgenossenschaften Steinbruch, Bergbau, Chemie, Lederindustrie, Papiermacher und Zucker zur Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie zusammenschlossen, haben sie sich neben der Bildung einer leistungsstarken Berufsgenossenschaft zum Ziel gesetzt, durch eine hohe Qualität besonders in Prävention und Rehabilitation eine führende Rolle einzunehmen. Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg dorthin ist erreicht: Der Vorstand hat ein Zielmodell beschlossen, das zum 1. Januar 2015 an den Start gehen soll. Um unseren Mitgliedsbetrieben und den dort beschäftigten Menschen einen noch besseren Service bieten zu können, nimmt die BG RCI umfangreiche organisatorische Veränderungen vor. So orientieren sich mit Beginn des kommenden Jahres die Zuständigkeiten für die Bereiche Prävention sowie Rehabilitation und Leistungen einheitlich an den Grenzen der Bundesländer.

Gleichzeitig wird die Betreuung der Unternehmen durch die Prävention künftig in drei Sparten organisiert, wobei die Betriebe der Branche „Baustoffe-Steine-Erden“ künftig der Sparte „Rohstoffe-Baustoffe“ zugeordnet sind. Erreicht werden sollen damit nicht nur eine ortsnahe Betreuung und ein zielgenauer Ressourceneinsatz. Die einfache Zuordnung nach Bundesländern soll Ihnen die Suche nach dem richtigen Ansprechpartner an dem zuständigen Präventionsstandort erleichtern. Es werden dieselben regionalen Zuständigkeitsbereiche wie in den Bezirksdirektionen gelten, um eine optimale Verbindung zwischen beiden Bereichen sicherzustellen. Nähere Informationen werden Sie rechtzeitig mit einem Schreiben der Geschäftsführung und entsprechenden Flyern erhalten, wobei Sie aktuelle Ansprechpartner und Kontaktinformationen online unter www.bgrci.de finden.

Im Rahmen des Zielmodells haben wir die Kompetenzcenter der Prävention ebenfalls gestrafft und konsolidiert, in denen wertvolles Fachwissen, exzellente Netzwerke und langjährige Erfahrung zu Spezialthemen gebündelt und vorgehalten werden. Begleitet und inhaltlich ausgefüllt wird dieser strukturelle Prozess durch eine vom Vorstand beschlossene Präventionsstrategie, die den Titel „Vision Zero – null Unfälle – gesund arbeiten“ trägt. Damit sind erstmals qualitative wie auch teilweise quantitative Ziele beschrieben, die wir zur Reduzierung der Unfälle und Gesundheitsgefahren innerhalb von zehn Jahren erreichen möchten, wie etwa die Halbierung der Anzahl neuer Arbeitsunfallrenten und tödlicher Arbeitsunfälle. Die hierzu entwickelten Maßnahmenpakete werden viel mehr noch als strukturelle Veränderungen dazu führen, die Beitragslast der Unternehmen auf Dauer zu reduzieren.

Vor allem aber werden sie uns der Vision einer unfallfreien, gesunden Arbeit einen bedeutenden Schritt näherbringen.

Herzlichst Ihr
Ulrich Meesmann