Arbeitssicherheit

500 Euro für die Gesundheit der Mitarbeiter

Was für Sommerfeste oder Weihnachtsgeschenke in den Unternehmen bereits zu Jahresbeginn fest einkalkuliert wird, gilt noch nicht für die Mitarbeitergesundheit. 500 Euro kann ein Unternehmen pro Mitarbeiter und Jahr als Freibetrag steuerfrei für Gesundheitsförderung investieren.

Auch der Arbeitnehmer muss diese Leistungen nicht versteuern, da sie kein sogenannter geldwerter Vorteil sind. Entscheidend ist, dass der Mitarbeiter die Leistung zusätzlich und nicht als Teil des Lohns erhält. Steuerbefreit werden die Maßnahmen, die den Kriterien des aktuellen  Leitfadens Prävention des GKV-Spitzenverbandes und somit den §§ 20 und 20a SGB V entsprechen. Hiernach werden Leistungen aus den Handlungsfeldern Bewegungsgewohnheiten, Ernährung, Stressmanagement und Suchtmittelkonsum gefördert. Auf der betrieblichen Ebene sind das beispielsweise Angebote zur gesundheitsgerechten Betriebsver-pflegung, Maßnahmen zur Vorbeugung und Reduzierung arbeitsbedingter Belas­tungen des Bewegungsapparates oder die Förderung einer gesundheitsgerechten Mitarbeiterführung.

Zielgerichtete Maßnahmen

Nils Langer, Referent für Betriebliches Gesundheitsmanagement der B·A·D GmbH, einem Dienstleister für Arbeitsschutz und Prävention, erklärt, wann diese Maßnahmen auch nachhaltig wirksam sind und langfristig zum Erhalt der Gesundheit beitragen: „Entscheidend für den Erfolg ist es, dass im Vorfeld der Bedarf ermittelt wird und die Maßnahmen zielgerichtet angeboten werden.“ Da der Arbeitgeber die Maßnahmen zusätzlich zum Arbeitslohn leistet, muss u. a. auch geklärt werden, welche finanziellen Ressourcen zur Verfügung stehen. Langer rät: „Sinnvollerweise erörtert man diese Fragen mit den Entscheidungsträgern in einem Arbeitskreis.“ Die betriebliche Gesundheitsförderung ist ein wichtiger Baustein im  Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Nils Langer empfiehlt den Unternehmen, einzelne Maßnahmen in ein umfassendes Konzept zu integrieren. „Der Vorteil einer strukturierten Vorgehensweise liegt unter anderem darin, dass besonders relevante Handlungsfelder erkannt und zielgerichtet mit Priorität angegangen werden können. Dann profitieren sowohl Mitarbeiter als auch Arbeitgeber von den Maßnahmen.“

 
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