Arbeitssicherheit

Killer-Keime aus der Klimaanlage

Die Bilanz ist erschreckend, die Ursache jetzt bekannt: Legionellen aus der verunreinigten Klimaanlage eines Industriebetriebs im nordrhein-westfälischen Warstein wurden im Spätsommer 2013 für zwei Menschen zum tödlichen Verhängnis. Mehr als 150 erkrankten ernsthaft. Für Partikel- und Luftmesstechnik-Experten kein seltenes Szenario: „Bei nicht fachgerechter oder gar ausbleibender Wartung können Klimaanlagen zu gefährlichen Bakterienherden werden“, sagt Nathalie Cholin von TSI. Das Unternehmen entwickelt und fertigt seit über 50 Jahren Präzisionsmessgeräte für Belastungsmonitoring und Kontaminationsüberwachung. Und weiß daher aus Erfahrung, dass Luftkanäle in Klimaanlagen oft nicht dicht genug und Filter wirkungslos sind. Und ohnehin gibt es viele Stellen innerhalb einer Klimaanlage, die wegen ihrer Kondensfeuchtigkeit und Wärme Bakterienwachstum begünstigen. Regelmäßige, fachgerechte Wartungen sind hier entscheidend, um Risiken für Personal in Betrieben, Patienten in Krankenhäusern oder Bewohner in Räumen zu minimieren. Dazu gehören neben antibakteriellen Behandlungen auch Messungen der Druckverluste in Leitungen, die auf Lecks hinweisen. Durch die gefährliche Bakterien nach außen dringen können – in die Raumluft.

Keim
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Messen heißt vorbeugen

„Keime sind in der Luft als Partikel vertreten und können gemessen werden, ein in Pharma-Reinräumen durchaus normales Prozedere“, sagt Nathalie Cholin. Der TSI BioTrak ist dabei nur ein Beispiel, wie bakterielle Belastungen der Luft ermittelt werden können. Mit dem Mess-Komplettsystem P.A.N.D.A. (kleines Foto), bestehend aus einem Druckgebläse, das mobil an Klimaleitungen angeschlossen wird, sowie einem Handmessgerät können Anwender ihre Leitungssysteme und -abschnitte auf Leckagen prüfen und so Verunreinigungen ausschließen. Um die Luftverteilung und -distribution zu kontrollieren, eignen sich am besten Anemometer und Volumenstromhauben. Mit ihnen kann man an Auslässen ermitteln, wie schnell und in welchen Mengen die Luft austritt.

Die Messhaube TSI AccuBalance nutzt dabei ein Differenzdruck-Messverfahren, um Daten höchst präzise an Auslässen erheben zu können. Ganz modern kann der Nutzer das Gerät über einen Android-fähigen Tablet-PC fernsteuern und ablesen. Mithilfe eines optional erhältlichen Stativs, das auch in größerer Höhe das Gerät sicher hält, können so auch Auslässe in Industriegebäuden gemessen werden.

Nach entdeckter Keim-Quelle – wie jetzt in Warstein – ist vor allem der Schutz der Mitarbeiter entscheidend. „Hier muss Atemschutz her, um weitere Infektionen zu vermeiden. Die Nutzung von Masken muss man aber trainieren: Wer die Maske nicht richtig aufsetzt, schwebt in großer Infektionsgefahr“, erklärt Nathalie Cholin. TSI bietet daher ein Gerät, das mittlerweile weltweit im Einsatz ist: Mit dem TSI PortaCount lässt sich der Dichtsitz von Atemschutzmasken quantitativ und damit verlässlich prüfen.

Mess-Komplettsystem
Das Mess-Komplettsystem P.A.N.D.A. spürt Lecks und Druckverluste in Klimaleitungen auf.
 
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