Technik

Kran errichtet E-101 Windkraftanlage

Beim Ausbau des Bürgerwindparks Scharrel im Saterländer Ostermoor setzt man auf Größe: Zur umweltfreundlichen Erzeugung von Strom errichtete die Franz Bracht Kranvermietung dort Windkraftanlagen vom Typ Enercon E-101 in ihrer größten Ausführung mit einer Turmhöhe von 147 Metern und einer Nabenhöhe von 149 Metern. Beim Bau dieser Giganten vertraute der Krandienstleister auf die Fähigkeiten des neuen Terex Superlift 3800 Raupenkrans, der speziell für solche Einsätze entwickelt wurde.

Schon beim Aufbau kam das Bracht-Team dank der seitlichen Abstützungen des Krans beim Aufrichten mit deutlich weniger Ballast aus als bei anderen Kranen dieser Klasse. „Das verkürzt nicht nur die Aufbauzeit, sondern es werden auch weniger Transport-LKWs benötigt“, führt Kranfahrer Michael Hildebrand ein wirtschaftliches Argument ins Feld. Aufgrund der montagefreundlichen Konstruktion konnte der Aufbau des Krans mit der Superlift-Konfiguration SLS + LF_4 153 m Hauptausleger + 12 m LF Superlift in nur zwei Tagen abgeschlossen werden.

Zwei Herausforderungen stellten sich bei der Errichtung: Zum einen mussten die Hubarbeiten aufgrund der wechselhaften Wetterlage immer wieder unterbrochen werden; zum anderen gingen die anspruchsvollen Hübe mit Werten von bis zu 91 Prozent an die Belastungsgrenzen des Krans. Dennoch konnte der Superlift 3800 Kran alle Hübe mit nur einem Hubwerk bewältigen und auf das optionale zweite verzichten. „Das Schwenkwerk mit seinen zwei Motoren arbeitete äußerst laufruhig und das Hubwerk ermöglichte ein unglaublich präzises Manövrieren der Lasten im Zentimeterbereich“, so Hildebrand.

Seillängen bis 167 Meter

Das Aufrichten der Turmsegmente aus Beton bildete den Auftakt der Hubarbeiten. Diese nahm der Terex Superlift 3800 Kran zusammen mit einem Mobilkran vom Boden auf, um ein unkontrolliertes Pendeln beim Ausrichten der Last in die senkrechte Liftposition zu verhindern. Nach der Fertigstellung des Turms stand der Hub der schwersten Last auf dem Plan: Das 67 Tonnen schwere Maschinenhaus wurde auf eine Höhe von 150 Metern gehoben und dort auf den Turm gesetzt.

Die abschließenden Hübe der 50 Meter langen Rotorblätter erfordern erfahrungsgemäß ein besonders präzises Arbeiten mit viel Fingerspitzengefühl, da diese Bauteile relativ leicht sind und dem Wind konstruktiv bedingt viel Angriffsfläche bieten. „Trotz der enormen Seillänge von 167 Metern bei diesen Hüben traten dank der laufruhigen Hakenflasche keine Schwingungen auf“, berichtet Michael Hildebrand. „Man merkt, dass bei der Entwicklung an die Bedürfnisse des Kranfahrers gedacht wurde. So sind alle Bedienelemente im oberen Bereich der großzügig bemessenen Kabine platziert, die damit beim Arbeiten in der Höhe immer in Blickrichtung der Last liegen.“

 
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