Technik

Neue Kompaktklasse von Sandvik auf der Recycling Aktiv 2013

Prallbrecher als mobiler Allrounder

Wie sein direkter Vorgänger QI240 und der bereits auf der Bauma vorgestellte größere QI441 basiert der neue raupenmobile Prallbrecher Sandvik QI341 auf einem hauseigenen Brecherkonzept, das auf den Namen „Prisec“ hört. In kurzer Zeit und ohne zusätzliche Hebezeuge lässt sich der Prallbrecher CI411 Prisec umrüs­ten und eignet sich gleichermaßen für hoch produktive Primäranwendungen (mit einer Einlauföffnung von 992 mm x 830 mm und maximal 300 t/h) sowie qualitätsorientierte Sekundäraufbereitung. Mit seiner üppigen Serienausstattung, seinen transportgerechten Abmessungen und Gewichten (17,14 x 3,0 x 3,55 m; ca. 46 Tonnen) zielt der kompakte QI341 auf Betreiber aus dem Rohstoffbereich sowie auf Recycling- und Rückbauunternehmen.

raupenmobiler Prallbrecher
Viel beachtetes Highlight auf der Recycling-Messe in Baden-Baden: der neue raupenmobile Prallbrecher QI341 Prisec mit Eindecker-Nachsiebeinheit. // Fotos: Sandvik Construction

Geballte Technik serienmäßig

Ein Doppeldeck-Vibrationsvorsieb am Aufgabetrichter optimiert mit Wechsel-Siebmedien (Grizzly, Lochblechen usw.) die Produktionsleistung des Prallbrechers mit Direktantrieb über Nasskupplung (CAT C9, 261 kW). Zahlreiche hydraulische Verstellfunktionen und die variable Rotorgeschwindigkeit (537 bis 707 U/min) sorgen für ein großes Spektrum an Endprodukten. Der Brecher besitzt ein mechanisches Überlastsystem gegen Fremdstoffe; den störungsfreien Betrieb gewährleistet außerdem die intelligente Anlagensteuerung. Sie überwacht Beschickung und Leistungscharakteristik und unterstützt den Maschinisten auch bei diversen Routineabläufen, etwa beim An-/Herunterfahren. Zum Serienumfang zählen neben der aktiven Vorabsiebung auch das Vorsieb-Seitenband, die Hubhydraulik des Hauptaustragsbandes mit Magnetaustrag, die Wasserbedüsung sowie die Funk-/Kabel-Fernsteuerung des proportionalen Raupenantriebs. Der Materialaustrag auf eine Vibrationsabzugsrinne unter dem Brecher gehört ebenfalls zum Standardlieferumfang.

Augenscheinlichste Neuerung am QI341 ist die Eindecker-Nachsiebeinheit zur Vorort-Produktion definierter Endkörnungen. Die 6,5 Tonnen schwere, selbsttragende Einheit mit einer gut fünf Quadratmeter großen Siebfläche lässt sich bei Bedarf schnell demontieren und kann auch an bestehenden QI240 nachgerüstet werden. Das auf einem Drehschemel montierte seitliche Überkornband ermöglicht die Rückführung in den Aufgabetrichter sowie die Herstellung von zwei Endprodukten. Die hydraulische Hub- und Schwenkfunktion gewährleistet auch große Haldenkapazitäten für das Überkorn oder die einfache Übergabe zu nachgeschalteten Brech- oder Siebanlagen. Siebeinheit und Rückführband verbleiben beim Transport an der Maschine, was eine kurze Rüstzeit des QI341 von nur 15 Minuten ermöglicht.

Neuer Maßstab im mittleren Leistungssegment

Gerade die positiven Besucher- und Kundenreaktionen auf der Recycling Aktiv mit ihrem hohen Anteil an Praktikern und Entscheidern bestätigen Sandvik und seinen deutschen Händlern eine erfolgreiche Produktstrategie und gute Marktpräsenz. Neben dem neuen QI341 stieß auch der erfolgreich eingeführte 47-Tonnen-Backenbrecher QJ341 auf großes Interesse und unterstrich die Attraktivität des erst in den vergangenen beiden Jahren grundlegend modernisierten Sandvik-Programms an Brech- und Siebanlagen im mittleren Leistungsbereich bis 450 t/h.

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