Industrienachrichten

Steine- und Erdenbranche diskutiert Vorschläge der Bodewig-Kommission

Auf den Baustoff-Tagen in Filderstadt stellte sich die Frage, wie die Verkehrsinfrastruktur künftig finanziert werden soll. Der ehemalige Verkehrsminister von Sachsen-Anhalt, Dr. Karl-Heinz Daehre, erklärte auf den Baustoff-Tagen 2013, wie die Finanzierung der Infrastruktur künftig sichergestellt werden kann. Der Staat soll in den kommenden Jahren mindes­tens 7,2 Milliarden Euro zusätzlich für Straßen, Schienen und Wasserstraßen, Flüsse und Kanäle ausgeben. Diese Summe setzt sich laut Dr. Karl-Heinz Daehre aus einem Nachholbedarf von rund 2,65 Milliarden Euro für die nächs­ten 15 Jahre zusammen und weiteren 4,55 Milliarden Euro, die notwendig sind, um den Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur voranzutreiben.

Insbesondere die Ausweitung der entfernungsabhängigen Lkw-Maut auf alle Bundesstraßen, auch für Laster ab 7,5 Tonnen, könnte die Einnahmesituation verbessern. Daehre berichtete, dass in einem weiteren Schritt nicht ausgeschlossen werden könne, dass auch Kleintransporter in die Maut einbezogen werden. „Der Internethandel wird in den nächsten Jahren noch weiter wachsen“, so Karl-Heinz Daehre. „Das heißt, die Anzahl der Fahrzeuge, mit denen Pakete zugestellt werden, wächst und damit auch die Einnahmen, die in diesem Bereich durch eine Maut erzielt werden können.“ Es könne aber auch nicht ausgeschlossen werden, dass die Maut auch für die 41 Millionen Pkws, die bundesweit über die Straßen rollen, zu einem späteren Zeitpunkt doch noch eingeführt wird, um die Verkehrsinfrastruktur zu finanzieren.

 
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