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Neue Studie: 10.000 kommunale Straßenbrücken müssen ersetzt werden

Über 10.000 kommunale Straßenbrü-cken müssen bis 2030 ersetzt werden. Zudem muss jede zweite Brücke dringend saniert werden. Dies geht aus der Studie „Ersatzneubau Kommunale Straßenbrücken“ des Instituts für Urbanistik (Difu) hervor. Laut Studie beläuft sich der Investitionsbedarf alleine für den Ersatzneubau auf rund elf Milliarden Euro bis 2030 beziehungsweise 630 Millionen Euro jährlich, mit Teil-Ersatzneubau summiere sich der Investitionsbedarf auf 16 Milliarden bzw. 930 Millionen Euro jährlich. „Wir rufen die Länder daher auf, ihre Investitionszuweisungen wieder auf das Niveau der Jahre vor der Kapitalmarktkrise aufzustocken, d. h. mindestens um 1,2 Milliarden Euro“, betonte Andreas Kern, Präsident des BBS. Marcus Becker, Vizepräsident Wirtschaft des HDB, ergänzte: „Allerdings hat die Regelung einen schweren Webfehler. Sie sieht keine Zweckbindung der Mittel zu Gunsten der kommunalen Verkehrsinvestitionen vor. Die Länder sollten sich verpflichten, die Bundesmittel den Kommunen für Verkehrsinvestitionen weiterzureichen“, forderte Becker. Für Becker ist auch der Bund weiter mit im Spiel. „Er muss sich vor allem um die Brücken im Zuge „seiner“ Bundesstraßen kümmern, soweit deren Ersatz Sache der Kommunen ist. Wir schlagen vor, dass der Bund die Möglichkeiten des § 5a Bundesfernstraßengesetz nutzt und die Kommunen beim Ersatzneubau von Brücken unterstützt. Wir denken hier an ein Brückenbauprogramm, das mit 300 Millionen Euro jährlich ausgestattet werden sollte.“

Straßenbrücke mit Geschichte: Die Glienicker Brücke verbindet Berlin und Potsdam
Straßenbrücke mit Geschichte: Die Glienicker Brücke verbindet Berlin und Potsdam.  // Foto: Fotolia
 
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