Technik

Case-Raupenbagger im Einsatz auf Spitzbergen

Die Kings Bay AS, eine Einrichtung, die dem norwegischen Ministerium für Handel und Industrie unterstellt ist, hat unlängst zwei Case Raupenbagger gekauft.

Diese Bagger werden beim Ausbau der Infrastruktur und der weiteren Baumaßnahmen in der Siedlung Ny-Ålesund auf der Insel Spitzbergen eingesetzt, unter anderem auch am Ny-Ålesund Airport, Hamnerabben. Dieser entlegene Ort ist eine der nördlichsten Ansiedlungen der Welt und hat sich zu einem internationalen Forschungszentrum entwickelt.

Kings Bay und das Norwegische Amt für Kartographie bauen eine 1,5 km lange Straße zu einem neuen geodätischen Observatorium im nahegelegenen Brandal. An dieser Einrichtung soll eine VLBI-Antenne eingesetzt werden, die Teil eines globalen VLBI-Netzwerks ist.

Diese Antennen messen die Geschwindigkeit der Erdrotation und beobachten die Auswirkungen von Solarstürmen und anderen Störungen. Auf diese Weise können Erdbeben und Tsunamis besser vorhergesagt werden.

Außerdem ermittelt und erfasst das geodätische Institut des Amts für Kartographie auch verschiedene Koordinaten und Referenzen. Hierzu nutzt es landesweit ein präzise arbeitendes, satellitengestütztes GNSS-Positionierungssystem, das auch von Bauunternehmen zur exakten Bestimmung von Aushubparametern und Grundstücksgrenzen eingesetzt wird.

„Wir brauchten im Ort eine Maschine für kleinere Erdarbeiten. Darum haben wir uns für den CX130C entschieden. Für den Straßenbau und Grabenaushub nutzen wir den CX210C. In 2014 wollen wir Glasfaserkabel verlegen, daher müssen wir nun zahlreiche Gräben ausheben“, erklärte Hallgeir Reitan, technischer Leiter bei Kings Bay.

„Die beiden neuen Stationen sind für 2014/15 geplant. Hierfür müssen neue Straßen und Grabentrassen gebaut werden.“

An dem entlegenen Ort benötigt Kings Bay maximale Zuverlässigkeit und Haltbarkeit seiner Maschinen. Das Unternehmen sorgt für den reibungslosen Betrieb des Flughafens und übernimmt die Versorgung des Forscherteams mit Strom, Wasser und Lebensmitteln. Darüber hinaus verwaltet es Bjørnøen AS, einen Staatsbetrieb, in dessen Besitz sich die Insel Bjørnøya (Bäreninsel) befindet.

Das Einsatzgebiet liegt so hoch im Norden, dass es wegen der sehr niedrigen Temperaturen und der starken eiskalten Winde praktisch unmöglich ist, die Maschinen in den harten Wintermonaten zu betreiben. Umso mehr Arbeit müssen die Maschinen während des Sommers schaffen.

Die beiden Bagger sind mit einem höherwertigen Fahrersitz, zusätzlichen LED-Arbeitsscheinwerfern, Rototilt-Anbauwerkzeugen und zusätzlichen Kabinenheizsystemen ausgestattet, damit sie den harten Einsatzbedingungen im Winter Stand halten können.

Im Einsatz an einem der nördlichsten bewohnten Orte der Welt.
Im Einsatz an einem der nördlichsten bewohnten Orte der Welt.
 
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