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Mord nach Maß

Dieses Bild, das ein Kollege im Urlaub aufgenommen hat, erinnerte fatal an die Einstiegssequenz einer Vorabendkrimiserie im TV. Der Mord geschah in Bayern. Natürlich standesgemäß – mit den Bierfässern einer lokalen Brauerei.

Zunächst sah es aus wie ein Arbeitsunfall. Eigentlich ein Fall für die Berufsgenossenschaft, nicht die Kriminalpolizei. Ein Gabelstapler sollte eine Palette Bierfässer in eine Lagerhalle befördern, dabei kam wohl der Inhaber der Firma in den Weg, der Fahrer bremste, die nicht richtig gesicherte Ladung stürzte auf den Mann – tot.

Die Version, die hier abgebildet ist, stellt eigentlich noch eine Steigerung des vermeintlichen Unfallhergangs dar.

Der gefährdete Mitarbeiter nutzt nicht nur unerlaubte innerbetriebliche Verkehrswege – wie im Film – nein, er stellt sich gleich noch freiwillig als künftige Leiche zur Verfügung.

Hier werden alle Sicherheitsvorschriften sträflich missachtet. Im Krimi fielen „nur“ die Fässer, hier könnte der Fahrer den Helfer gleich noch überrollen.

Zumindest hätten die Ermittler eine eindeutige Spurenlage. Im TV stellte sich dann heraus, dass der Mörder einen perfiden Mechanismus am Stapler montiert hatte: An einem Holm war ein unauffälliger Hydraulikzylinder angebracht, der auf Knopfdruck die Fässer nach vorne drückte, um den Mord wie einen Unfall aussehen zu lassen.

Jörg Nierzwicki (Text), Christof Goebel (Bild), BG RCI

Unsere Beispielfotos mit haarsträubenden Situationen zeigen es: Nicht immer gehören Aufmerksamkeit, Gefahrenbewusstsein und Vorsicht zu den herausragenden Tugenden unserer Mitmenschen.

Tagtäglich bemühen sich in den Betrieben Sicherheitsfachkräfte, Mitarbeiter und Unternehmer um die Erhöhung der Arbeitssicherheit und die Verbesserung des Gesundheitsschutzes. Oft mit Erfolg.

Doch das andere Ende der Fahnenstange: Gedankenlosigkeit und katastrophaler Leichtsinn bis hin zu purer Ignoranz führen immer wieder zu schweren Unfällen. Wer seine Augen offen hält, kann entsprechende Ereignisse überall entdecken. An dieser Stelle werden negative – aber auch positive – Beispiele exemplarisch gezeigt, um für mehr Aufmerksamkeit im persönlichen Umfeld und am Arbeitsplatz zu sensibilisieren.


Zusendungen an:

BG RCI
Redaktion Steine + Erden
Jörg Nierzwicki
Theodor-Heuss-Straße 160
30583 Langenhagen

oder: joerg.nierzwicki@bgrci.de

Hinweis: Die Redaktion geht davon aus, dass abgebildete Personen mit einer Veröffentlichung einverstanden sind.

Ein veröffentlichtes Bild zu guten wie zu schlechten Beispielen im Arbeitsalltag unserer Branche wird nach wie vor mit 50 Euro honoriert!


Mann fährt auf einer Palette mit Bierfässern an einem Gabelstapler