Arbeitssicherheit

Filmpreis für den besten Dokumentarfilm des Jahres zum Thema Arbeit verliehen

Bergbau und Menschen im Mittelpunkt

Im Fokus des Films „Pablo’s Winter“ von Chico Pereira steht der Bergbau und dessen nachhaltige Wirkung auf die Menschen. Für seine Arbeit erhielt der spanische Produzent den Filmpreis „Gesunde Arbeitsplätze“ 2012. Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) hat während des 55. Internationalen Leipziger Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm (DOK Leipzig) ihren vierten Filmpreis verliehen.

Der Filmpreis macht auf die Bedeutung sicherer und gesunder Arbeitsplätze in Europa aufmerksam, indem er Filmproduzenten auffordert und ermutigt, Dokumentarfilme zu Themen im Zusammenhang mit Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz zu produzieren und zu präsentieren. Der aus zehn nominierten Filmen ausgewählte Film „Pablo’s Winter“ erzählt die Geschichte eines Rentners, der zur letzten Generation von Bergarbeitern gehörte, die in einer mittlerweile geschlossenen 2000 Jahre alten Quecksilbermine in Spanien gearbeitet haben.

Peter Rimmer, der die EU-OSHA in der Jury vertritt, erklärte, dass „Pablo’s Winter“ ein würdiger Preisträger sei. Bei der Preisverleihung in Leipzig sagte er: „Dieser aufrichtige, wunderbar in Schwarz-Weiß gedrehte Film erzählt die Geschichte des endgültigen Untergangs einer Kleinstadt und eines ihrer Bewohner. Durch den geschickten Einsatz von Spielfilmtechniken enthüllt der Film die äußerst schädlichen Auswirkungen schlechter Arbeits- und Lebensbedingungen.“

Szenenbild aus Pablo's Winter.
Szenenbild aus Pablo's Winter.

Der Film zeigt außerdem, wie wichtig die Förderung der Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit aller Arbeitnehmer ist, um Vorruhestand und Entlassung älterer Arbeitnehmer zu vermeiden. Diese Themen werden in einem größeren neuen Projekt zu Sicherheit und Gesundheitsschutz für ältere Arbeitnehmer untersucht, mit dem die Europäische Kommission die EU-OSHA beauftragt hat.

Nominiert wurden zehn nachdenklich stimmende Filme internationaler Filmproduzenten, die die Alltagsroutinen von Menschen in allen Phasen ihres Arbeitslebens dokumentieren. Die Filme spiegeln eine Vielzahl von Arbeitsumgebungen wider und gehen auf die Erfahrungen von Arbeitnehmern sowohl in großen Fertigungsunternehmen als auch in kleinen Betrieben ein.

Die nominierten Filme wurden aus über 2.850 Dokumentarfilmen ausgewählt, die in diesem Jahr bei der DOK Leipzig eingereicht wurden. Eine internationale Jury, der Experten aus den Bereichen Film sowie Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit angehören, hat entschieden, welcher Film ausgezeichnet wird.

Chico Pereira erhält den Healthy Workplaces Film Award aus der Hand von Birgit Müller, EU-OSHA Communications Officer. // Fotos: EU-OSHA
Chico Pereira erhält den Healthy Workplaces Film Award aus der Hand von Birgit Müller, EU-OSHA Communications Officer. // Fotos: EU-OSHA
Der Filmpreis „Gesunde Arbeitsplätze“

Mit dem Filmpreis „Gesunde Arbeitsplätze“ werden die besten Dokumentarfilme zum Thema Arbeit ausgezeichnet. Der Preis wird auf dem Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm (DOK Leipzig) von der EU-OSHA verliehen.

Zusätzlich zur Verleihung des mit 8.000 Euro dotierten Preises wird die EU-OSHA 1.000 Kopien des Gewinnerfilms in acht EU-Sprachen produzieren und in ganz Europa verbreiten.

Im Jahr 2011 erhielt die deutsche Regisseurin Carmen Losmann den Preis für ihren Film „Work Hard – Play Hard“, der moderne Theorien der Arbeitsorganisation und des Managements untersucht. Im Jahr 2010 wurde der tschechische Regisseur Tomas Kudrna für seinen Film „All that Glitters“ ausgezeichnet, in dem es um die Arbeitsbedingungen in einer Goldmine in Kirgisistan geht (Steine + Erden 2/2011, „Tschechischer Regisseur gewinnt Sicherheits-Filmpreis").

Bei der erstmaligen Verleihung des Filmpreises im Jahr 2009 wurde der niederländische Regisseur Ton Van Zantvoort für seinen Film „A Blooming Business“ ausgezeichnet, in dem die harten Arbeitsbedingungen in der globalisierten Blumenindustrie dargestellt werden.


 
Weitere Informationen

EU OSHA-Logo