Technik

Naturstein durch Eisstrahlen reinigen

Im Laufe der Zeit können sich Verschmutzungen auf einem Naturstein ablegen (oder von innen oder unten durch seine Querkapillaren herausgedrückt werden): Allgemeine Verschmutzungen, grüne Vermoosungen, Wasserflecken, Kalk- und Kalziumkarbonatausblühungen, aber auch undefinierbarer Weissschleier (üblicherweise Zementschleier oder eingehafteter Baustaub), der meist auch in den Fugen sitzt.

Den größten Fehler, den man nun machen kann: Natursteine mit Wasserhochdruck reinigen, sagt Peter Laevers, Einkaufsleiter bei der NHG Natursteine-Handelsgesellschaft in Essen, der eine andere Lösung anbietet.

Denn nun geht das warme Wasser mit der ursprünglichen Verschmutzung – nehmen wir Zementschleier als Beispiel – eine unangenehme, pastöse Verbindung ein, die durch den hohen Wasserhochdruck dann auch noch zu allem Übel in den Stein hineingedrückt wird.

Danach trocknet das Wasser zwar ab und es sieht zunächst leidlich besser aus, aber die pastöse Materie, die man sich in den Stein hineingearbeitet hat, drückt sich der Naturstein nach einigen Tagen wieder an die Oberfläche.  Abgesehen von der Schweinerei, die man beim Wasserhochdruckstrahlen verursacht hat, ist das Reinigen mit Wasser (und auch allen anderen Flüssigkeiten) meist ein Nullsummenspiel.

Nun begehen die meisten Anwender prompt den nächsten Fehler: Mit der Grundmotivation „Jetzt erst recht!" gehen sie auf alle Viere und schrubben mit harter Bürste und „Reinigungslösung" oder „Seifenlauge" kreisförmig – weil man ihnen das im Baumarkt so gesagt hat – die pastöse Materie wieder in den Stein hinein.

Schleifmittelkonsistenz

Das Ergebnis nach diesem zweiten Reinigungsgang sieht noch grausamer aus, denn die pastöse Materie hat inzwischen Schleifmittelkonsistenz bekommen und beschädigt durch die kreisförmige Bürstenvergewaltigung die Oberschicht des Natursteins, der dadurch in der Zukunft noch schneller verschmutzt.

Nun kommt das zwangsläufige Finale der Naturstein-Misshandlung: Da Wasserhochdruck und Schleifbürste nicht gewirkt haben, wird im Internet nun nach Totschlag-Chemie gefahndet.

Im schlimmsten Fall kommt jetzt basische Chemie zum Einsatz. Der Naturstein setzt sich nun völlig zu (bildlich gesprochen hört er auf zu atmen) und gibt dem ursprünglich schönen Naturstein mit dem mitgelieferten Glanzpolisher (ebenfalls harte Chemie) eine katastrophale Speckschwarten-Optik. Spätestens dann hat man seinem lieb gewonnenen Naturstein den finalen Todesstoß versetzt. Alternativ werden auch saure Reiniger angeboten – also Salzsäuredünnung oder Phospor – womit man sich seinen Naturstein so stark verätzt, dass er nicht mehr zu retten ist.

„Lassen Sie das bitte alles hinter sich!“, fordert Peter Levers von der Naturstein-Handels-Gesellschaft. Man solle den teuer bezahlten Naturstein nicht mit archaischen Reinigungsmethoden aus dem 19. Jahrhundert vergewaltigen und mit ihm arbeiten, seine besonderen Eigenschaften für die Reinigung nutzen.

Die meisten angesprochenen Verschmutzungen haften lediglich grob auf der Oberfläche und haben noch keine molekulare Verbindung mit dem Naturstein aufgebaut. Diese Verschmutzungen sind nichts anderes als unerwünschte Materie und die müssen vom Stein entfernt, gelöst oder herausgestrahlt werden.

Deshalb empfiehlt Peter Laevers eine schonendere Technik, die mit gepresstem CO2-Schnee in Granulat- oder Pelletform, mobiler Druckluft, einer Spezialmaschine und einer speziellen Flachstrahldüse funktioniert. Beim NHG-Eisstrahlverfahren werden die Pellets auf Schallgeschwindigkeit beschleunigt und konzentriert auf verschmutzte Natursteine geschossen.

Der kurze Kälteschock soll nach dem Bericht des Online-Portals „Markt und Mittelstand“ eine Verspannung zwischen abzutragender Verschmutzung und der Oberfläche bewirken, das verunreinigte Material breche auf und lasse sich durch weitere Eispartikelströme abtragen.

Natursteinreinigung
Trockeneis und Druckluft machen dem Schmutz den Garaus.
 
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