Industrienachrichten

Preisträger des MIRO-Arbeitssicherheitswettbewerbs

Die vom Bundesverband Mineralische Rohstoffe (MIRO) jährlich erhobene Unfallstatistik mit kombiniertem Arbeitssicherheitswettbewerb liefert ein Messinstrument, um die „Besten“ einer Branche zu identifizieren. Die Auszeichnung ist darüber hinaus ein Motivationsfaktor und dient den in den Unternehmen für die Arbeitssicherheit zuständigen Personen als Handlungshilfe.

Die Gewinner 2012 wurden anlässlich des ForumMIRO in Dresden ausgezeichnet. Alle Preisträger haben sich ihren Erfolg mit Umsicht und Aufmerksamkeit erarbeitet. Relevant für den Wettbewerb ist ein errechneter Sicherheitsindex, der als Maßzahl die geleisteten Arbeitsstunden den eingetretenen Unfällen gegenüberstellt.

Bei vollständiger Unfallfreiheit werden die geleisteten Arbeitsstunden in das nächste Kalenderjahr als unfallfreie Stunden übertragen, dem Betrieb also gutgeschrieben. Kleinere Mitgliedswerke, die oftmals über Jahre unfallfrei arbeiten, haben somit unter weitgehender Ausräumung von Zufallsergebnissen gleichfalls die Chance, in die Prämierung einbezogen zu werden.

Jährlich werden sechs Urkunden (1 x Gold, 2 x Silber und 3 x Bronze) vergeben.

Neben den sechs Preisträgern werden Mitgliedsunternehmen ausgezeichnet, die eine Unfallfreiheit über drei, fünf oder sieben Jahre nachweisen können. Hiermit sollen insbesondere kleinere Mitgliedsunternehmen für besondere Leistungen prämiert und zur Teilnahme motiviert werden.

Gerade solche Unternehmen arbeiten oftmals mehrere Jahre unfallfrei, gelangen aber aufgrund der sehr geringen Stundenzahl selten in Medaillenrang. Gleichwohl ist in diesen Betrieben ein hohes Arbeitsschutzniveau vorhanden, das nun auch öffentlichkeitswirksam gewürdigt werden kann.

Die Preisträger des Wettbewerbs am Elbufer in Dresden.
Die Preisträger des Wettbewerbs am Elbufer in Dresden.

Gewinner Natursteinindustrie

Dieses Jahr nahmen 156 Werke der Natursteinindustrie teil (Vorjahr 144). Die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle sank innerhalb der teilnehmenden Unternehmen um 8,9 Prozent auf 112 (Vorjahr 123). Die Ausfalltage je Unfall sanken ebenfalls gegenüber dem Vorjahr auf 19,4 Tage (Vorjahr 23,2). Insgesamt waren 88 Betriebe unfallfrei (+ 22 Prozent). Der durchschnittliche Sicherheitsindex stieg auf 34,8 (Vorjahr 30,1).

Die Sieger:

Urkunde in GOLD für „herausragende“ Ergebnisse:

(SI: 265,16) Werk Kupferberg der Hartsteinwerke Schicker OHG

Urkunden in SILBER für „hervorragende“ Ergebnisse:

(185,97) Werk Diedorf der Rhönbasalt Vacha GmbH

(166,43) Kalksteinwerk Neandertal GmbH

Urkunden in BRONZE für  „besondere“ Ergebnisse:

(150,49) Werk Leukersdorf der W. Geiger GmbH & Co. KG

(149,85) Hartsteinwerk Unterberg

(130,31) Alfred Dörflinger GmbH

Gewinner Kies- und Sand

Im siebten Jahr haben erfreulicherweise 151 Unternehmen (Vorjahr 132) teilgenommen, was einer Steigerung von 14,4 Prozent entspricht, wobei leider die Zahl der Arbeitsunfälle auf 58 (Vorjahr 41) stieg, die Ausfalltage je Unfall mit 14,9 jedoch gleich blieben (Vorjahr 15,0). Insgesamt waren 117 Betriebe unfallfrei (+ 19 Prozent). Der durchschnittliche Sicherheitsindex stieg auf 42,0 (Vorjahr 38,9).

Die Sieger:

Urkunde in GOLD für „herausragende“ Ergebnisse:

(SI: 131,93) Werk Wallendorf der Mitteldeutsche Baustoffe GmbH

Urkunden in SILBER für „hervorragende“ Ergebnisse:

(81,89) Werk Bittstädt der Hanson Germany GmbH & Co. KG

(81,78) Werk Weichering der Donaumoos Kies GmbH & Co. KG

Urkunden in BRONZE für „besondere“ Ergebnisse:

(76,29) Kieswerk Hardt GmbH & Co. KG

(72,89) Werk Germaringen der Dachser J. GmbH & Co. KG

(71,62) Werk Boxberg der Hanson Germany GmbH & Co. KG

 
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