Arbeitssicherheit

Jugend-Arbeitsschutz-Preis geht an Evonik-Azubis

Acht Jugendliche wurden bei der Arbeitsschutz Aktuell 2012 für ihre innovativen Ideen ausgezeichnet. Sie haben kreative Beiträge für mehr Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit entwickelt. Den ersten Platz erreichte ein Mitgliedsunternehmen der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie.

Zum fünften Mal wurde während der Arbeitsschutz Aktuell der Deutsche Jugend-Arbeitsschutz-Preis (JAZ) verliehen. Die Patenschaft für den Wettbewerb hatte Alexander Grimm, Olympiasieger im Kanu-Slalom von 2008, übernommen.

Er zeichnete am 16. Oktober 2012 die acht Gewinner aus: Sie hatten die JAZ-Jury mit ihren Wettbewerbsbeiträgen „Die perfekte Notdusche“, „Siebdruckverfahren für Piktogramme“ und „Einschaltberechtigung für Drehmaschinen“ überzeugt. Insgesamt waren 37 Projekte – so viele wie noch nie in der Geschichte des JAZ – bei der Fachvereinigung Arbeitssicherheit (FASI), dem Organisator des Wettbewerbs, eingereicht worden.

Neben einer Urkunde und einer gläsernen Eule, dem „Maskottchen“ des Wettbewerbs, erhielten die Gewinner Preisgelder in einer Gesamthöhe von 6.000 Euro.

Clever, sicher, cool: Die Gewinnerbeiträge 2012

Der erste Platz ging an die Auszubildenden Jasmin Oecknick, Marc Trüby und Daniel van Briel von der Evonik Industries AG aus Rheinfelden für die Entwicklung einer Notdusche mit automatischer Alarmierungseinrichtung zu einer ständig besetzten Messwarte.

Dabei wurde die Konstruktion der Notdusche in zahlreichen Punkten verbessert. Mit dem zweiten Platz wurde Felix Schneider, Auszubildender der Jonasch und Schneider Möbelwerkstätten GmbH in Aalen, ausgezeichnet.

In seinem Projekt wird das Siebdruckverfahren für das Aufbringen von Piktogrammen auf Transportbehälter eingesetzt.

Dieses Verfahren ist weniger gesundheitsgefährdend, kostengünstiger und umweltschonender als das bisherige Aufbringen der Piktogramme mit Hilfe von Holzschablonen.

Anja Bäurle, Raphael Funk, Thomas Forkl und Michael Knorr von der KUKA Sys­tems GmbH in Augsburg belegten mit dem Projekt „Einschaltberechtigung für Drehmaschinen“ Platz drei.

Sie entwickelten eine personengebundene codierte Chipkarte, auf der gespeichert ist, ob der Auszubildende eine Unterweisung absolviert hat, die ihn berechtigt, die Dreh- oder Fräsmaschine in der Lehrwerkstatt zu bedienen.

Ausführliche Projektbeschreibungen und Kurzfilme zu den Gewinnerbeiträgen sind unter www.jugend-arbeitsschutz-preis.de abrufbar.

Die Ausschreibung für den 6. Deutschen Jugend-Arbeitsschutz-Preis wird in Kürze beginnen; die Wettbewerbsmodalitäten sind bereits auf den JAZ-Internetseiten abrufbar.

Die Gewinner des 6. Deutschen Jugend-Arbeitsschutz-Preises werden bei der nächsten Arbeitsschutz Aktuell, die vom 27. bis zum 29. August 2014 in Frankfurt stattfindet, ausgezeichnet.

BU:

Auszubildende von Evonik Industries AG Rheinfelden bei der Siegerehrung
Strahlende Sieger: die Auszubildenden von Evonik Industries AG Rheinfelden mit dem Wettbewerbspaten und Olympiasieger Alexander Grimm (zweiter von links).