Technik

Hitachi-Bagger Zaxis-5 zerlegt US-Kaserne

Eine alte US-Militärbasis ist derzeit Schauplatz eines größeren Abbruchprojektes im Südwesten Bayerns, bei dem ein Bagger der neuen Zaxis-5-Serie von Hitachi zum Einsatz kommt. Der Rückbau der Reese-Kaserne in Augsburg ist eines der ersten Projekte überhaupt in Europa, das mithilfe eines Zaxis-5-Baggers bewerkstelligt wird.

Die Reese-Kaserne wurde 1934-36 als Militärstandort erbaut und nach dem amerikanischen Soldaten James W. Reese benannt, der im August 1943 bei der Eroberung eines feindlichen Stützpunktes auf Sizilien ums Leben kam. Nach Schließung der Kaserne im Jahr 1994 und dem schleichenden Zerfall der gesamten Anlage in den Folgejahren wird das Gelände derzeit im Rahmen einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme neu konzipiert. Auf dem 45 Hektar großen Areal sollen in naher Zukunft zahlreiche Wohnungen, Büros und ein Park entstehen. Das Projekt startete Ende 2010, die Vergabe der Abbrucharbeiten für das vorhandene marode Mauerwerk erfolgte dabei durch die örtlichen Behörden für jedes Gebäude in einer separaten Ausschreibung.

Der im oberschwäbischen Laupheim ansässige Rückbauspezialist KS Engineer­ing erhielt bei insgesamt vier Ausschreibungen den Zuschlag. Der Arbeitsauftrag umfasst die Beurteilung der einzelnen Gebäude im Hinblick auf Gefahrenstoffe ebenso wie die Abbrucharbeiten und die anschließende Trennung der Materialien zu Recyclingzwecken. Aktuell führt das Unternehmen die Abbrucharbeiten am dritten Gebäude, einem alten Garagenkomplex, durch. Als Nachfolgemodell zur Zaxis-3-Baureihe bewältigt der ZX350LC-5 diese Aufgaben dabei dank höherem Drehmoment und höherer Drehzahl ohne Schwierigkeiten. Während der Fahrer eine komfortable und benutzerfreundliche Kabine mit Klimaanlage und Rückfahrkamera vorfindet, sorgen modernste Hydraulik und Elektronik für eine hohe Leistung bei geringem Kraftstoffverbrauch.

Der Firmenname KS setzt sich zusammen aus den Nachnamen der beiden Geschäftsführer Tobias Kuhn und Manfred Schöllhorn, die das Spezialabbruchunternehmen 2007 gründeten und sich damals als ersten Bagger einen ZX350LCN-3 von Hitachi kauften. Während Kuhn die Bereiche Finanzen und Personal mit heute 30 Mitarbeitern betreut, verantwortet Schöllhorn die Baustellenleitung. Manfred Schöllhorn ist seit über 25 Jahren im Geschäft und durch seine jahrelange Erfahrung im Führen von Baumaschinen auch schon mal selbst in der Kabine der beiden unternehmenseigenen Maschinen ZX350-LCN-3 bzw. im Neuzugang ZX350LC-5 zu finden, der zusätzlich für das Projekt „Reese-Kaserne“ über den deutschen Hitachi-Exklusivpartner Kiesel angemietet wurde.

Die beiden ZX350LCN-3 wurden 2010 und 2011 erworben und können bereits 3.500 bzw. 2.000 Betriebsstunden vorweisen. 2012 wurde ein dritter Bagger dieser Baureihe bei Kiesel in Baienfurt bestellt, der seitdem die Hitachi-Baumaschinenflotte von KS Engineering erweitert. In der Regel behält das Unternehmen seine Bagger für drei Jahre, dann haben die Maschinen zwischen 5.000 und 6.000 Arbeitsstunden absolviert und werden als Gebrauchtmaschinen weiterverkauft.

Bagger
Militärgelände zu Wohnungen – dank des ZX350LC-5, einem Großgerät aus der neuen Hitachi-Baureihe.
 
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