Industrienachrichten

Bundespräsident überreichte in Leipzig höchstdotierten Umweltpreis Europas

Bundespräsident Joachim Gauck würdigte vor kurzem die neuen Träger des Deutschen Umweltpreises der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) als Exponenten für etwas, was ihn auch stolz auf Deutschland mache: Erfindungsreichtum und Unternehmergeist von Menschen, die das Wünschenswerte in Machbares zu wandeln versuchten. Gauck: „Es reicht ja nicht aus, wenn wir große Worte wählen und politisch korrekt mehr Nachhaltigkeit wünschen. Sie muss zwar politisch gewollt, aber unternehmerisch gestaltet und dann gesellschaftlich akzeptiert werden.“

Aus seinen Händen nahmen im Leipziger Gewandhaus der Mitbegründer und Aufsichtsratschef der SMA Solar Technology AG (Kassel), Günther Cramer (59), sowie das Forscher-Unternehmer-Duo Dr. Andreas Bett/Hansjörg Lerchenmüller (beide Freiburg) den mit 500.000 Euro höchstdotierten Umweltpreis Europas in Empfang. Bett (50) ist stellvertretender Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE, Lerchenmüller (45) Geschäftsführer der Soitec Solar GmbH.

Als Mitglieder der Jury des Deutschen Umweltpreises, auf deren Vorschlag hin das Kuratorium der Stiftung die jeweiligen Preisträger eines Jahres auswählt, gingen Christiane Grefe („Die Zeit“) und Prof. Dr. Claudia Kemfert (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) auf die Leistungen der Preisträger ein. Kemfert lobte die Technik, für die die Gewinner stehen, als „sehr zukunftsweisend“. Mit der Auswahl der Preisträger habe die Jury ein Signal setzen wollen für die erneuerbaren Energien und ihre Bedeutung. Der ausgezeichneten Photovoltaik-Technik traue sie weltweit viel zu. In Zukunft werde sie sicher von vielen Ländern nachgefragt werden.

Christiane Grefe zeigte sich von der Ausdauer Günther Cramers fasziniert. Seit 30 Jahren verfolge er die Vision, einen hundertprozentigen Einsatz erneuerbarer Energien zu erreichen. Als Beitrag dazu produziere er nicht nur weltweit führend Wechselrichter für Photovoltaikanlagen. Sein Wirken habe auch eine soziale Dimension. Er habe eine netzunabhängige Technik gerade auch in Entwicklungsländern eingeführt, wo immer noch 1,3 Milliarden Menschen keinen Zugang zum Strom hätten.

Dr.-Ing E.h. Fritz Brickwedde (Generalsekretär der DBU), Hubert Weinzierl (Kuratoriums-Vorsitzender DBU), Bundespräsident Joachim Gauck, Günther Cramer, Dr. Andreas Bett, Hansjörg Lerchenmüller, Stanislaw Tillich (Ministerpräsident Sachsen) und Bundesumweltminister Peter Altmaier (von links).
Dr.-Ing E.h. Fritz Brickwedde (Generalsekretär der DBU), Hubert Weinzierl (Kuratoriums-Vorsitzender DBU), Bundespräsident Joachim Gauck, Günther Cramer, Dr. Andreas Bett, Hansjörg Lerchenmüller, Stanislaw Tillich (Ministerpräsident Sachsen) und Bundesumweltminister Peter Altmaier (von links).
Ausschreibung

Die Kandidatensuche für den Deutschen Umweltpreis 2013 hat schon begonnen! Bis zum 15. Februar haben rund 130 Institutionen – darunter Forschungs- und Naturschutzeinrichtungen, Arbeitgeber- und Branchenverbände sowie Gewerkschaften, Kirchen und Medien – die Möglichkeit, ihre Favoriten für die Auszeichnung vorzuschlagen. Mit dem höchstdotierten Umweltpreis Europas würdigt die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) Leistungen von Persönlichkeiten, die vorbildlich zum Schutz der Umwelt beitragen oder beigetragen haben.

Osnabrück wird 2013 Ort der festlichen Verleihung sein. Auch Bundespräsident Joachim Gauck wird wieder zu der Veranstaltung in der Osnabrück-Halle am 27. Oktober erwartet.


 
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