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Projekt: Neue Wege im Betrieblichen Eingliederungsmanagement

Die Globalisierung der Märkte, die daraus resultierende Veränderung der Gesellschaft und der demografische Wandel verändern die Arbeits- und Lebensbedingungen jedes Einzelnen von uns grundlegend. Faktoren wie: unsichere Arbeitsmärkte, befristete Arbeitsverhältnisse, mobile, flexible Arbeitsplätze, geringeres Einkommen, immer höhere Lebenshaltungskosten und hoher Leistungsdruck können zu unterschiedlichen Lebensrisiken führen. Die Gefahr einer längeren Arbeitsunfähigkeit duch Krankheit wächst. Dies alles fordert ein Umdenken und eine neue Kultur des Managements in den Betrieben. (Siehe hierzu auch das Interview zwischen Dr. Heinrich Geißler und Marianne Giesert: www.neue-wege-im-bem.de/news/tarifvertrag-zum-demographischen-wandel).

Die Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit der Beschäftigten muss erhalten bleiben und gefördert werden. Nach längerer Krankheit muss die Beschäftigungsfähigkeit  wiederhergestellt werden, wie es im neuen Sozialgesetzbuch § 84 Abs.2 SGB IX verankert ist. Ein Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) ist dann vorgeschrieben, wenn Beschäftigte innerhalb eines Jahres länger als 6 Wochen erkrankt sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob der/die Betroffene mehrmals im Jahr oder über nur einen längeren Zeitraum erkrankt ist.

Eine der Aufgaben des betrieblichen Eingliederungsmanagements ist es, solchen Entwicklungen entgegenzuwirken und vorzubeugen. Die in den Betrieben entwickelten Eingliederungsmaßnahmen – die meist umfassend und ausreichend vorhanden sind - greifen häufig zu kurz, sind unstrukturiert und nicht gut geplant. Dabei werden sowohl bereits abgeschlossene und erfolgreiche BEM-Maßnahmen analysiert, um vorhandene Stärken auszubauen und Schwächen zu beseitigen, als auch aktuelle Eingliederungsfälle aktiv gestaltet. Die Einbeziehung und Beteiligung der ganzen Belegschaft spielt eine zentrale Rolle.

Ein weiteres Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines „Arbeitsfähigkeitscoachings". Dies soll die Betroffenen individuell im Prozess der Wiedereingliederung beratend begleiten und die Wirksamkeit des Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) nachhaltig erhöhen.

Grundvoraussetzung für das BEM ist ein wirksamer Datenschutz. Der Umgang mit persönlichen, hoch sensiblen Daten - auch über die Projektlaufzeit hinaus - muss geklärt werden, um Missbrauch vorzubeugen und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Beteiligten zu gewährleisten.

Weitere detaillierte Informationen zu diesem Projekt im Internet unter: www.neue-wege-im-bem.de.

Weiterführende Literatur gibt es unter folgendem Link:

www.neue-wege-im-bem.de/literatur-downloads

Persönliche Informationen:

Marianne Giesert

T +49 211 4301-372

marianne.giesert@dgb-bildungswerk.de

Tobias Reuter

T +49 211 4301-338

tobias.reuter@dgb-bildungswerk.de

Der Partner im Bildungsverbund, die Deutschen Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV):

www.disability-manager.de