Unternehmensführung

Schneller Fortschritt – neue Technik – ergiebige Lagerstätte – keine Unfälle

Eine der besten im Feld: RWE Dea Bohrung Völkersen Z 11

Als erfolgreiche Bohrung im Feld Völkersen (Niedersachsen) hat sich bisher die Bohrung Z 11 der RWE Dea erwiesen. Für die knapp 300 Meter mächtige mittlere Buntsandsteinlage benötigte sie weniger als fünf Tage und erreichte somit nach 134 Tagen ihr Ziel in 5.320 Metern Tiefe.

„Die Z 11 erzielte im Durchschnitt den besten Bohrfortschritt im Feld. Ihr Vorankommen im äußerst harten mittleren Buntsandstein mit durchschnittlich drei Metern pro Stunde stach besonders heraus“, berichtete RWE Dea-Betriebsleiter Ulrich Frank.

Die Bohrung Z 11 war überdies die erste Bohrung in Deutschland, die den kompletten Buntsandstein erfolgreich mit einem so genannten PDC-Meißel (ein aus Diamant gefertigter Bohrkopf) und Rotary-steuerbaren Systemen durchteufte.

Diamant- oder PDC-Meißel (PDC: Polycrystalline Diamond Compact) werden vor allem bei besonders harten Gesteinen eingesetzt. Sie sind mit mehreren Flügeln ausgestattet, an deren Vorderkanten Schneideelemente aus Industrie-Diamanten angebracht sind, und rotieren um die eigene Achse. Ein Meißel kann bis zu 100.000 Euro kosten.

Auch in anderer Hinsicht ist die Bohrung Völkersen Z 11 ein Klassenprimus: Erstmals wurden das neue Containerdorf aufgebaut und der ICE-Raum (Integrated Collaboration Environment) der Bohranlage T 160 in Betrieb genommen. Er ist mit Videokonferenz-Equipment, Computern, speziellen Touch-Screens sowie Wandbildschirmen ausgerüstet und vernetzt die Bohranlage vor Ort mit den anderen RWE-Standorten.

„Am wichtigsten aber ist, daß sich bei den Arbeiten kein einziger Unfall ereignet hat“, bestätigte Betriebsleiter Ulrich Frank.

Die gasgefüllten Dünensande der Havelformation (der norddeutsche Teil des südlichen Permbeckens des Rotliegenden), die das Hauptziel der Bohrung waren, hatten bereits bei Messungen während der laufenden Bohrung hervorragende Lagerstätteneigenschaften gezeigt. „Aufgrund der erfreulich hohen Mächtigkeit der erbohrten gasführenden Sandsteine und deren sehr guter Permeabilität ist die Bohrung sicher eine der besten im Feld“, sagte Geologe Nils Buurman.

Bevor die Erdgasbohrung in die Produktion geht, erfolgen weitere Tests zur Bestätigung des erbohrten Gasvolumens. In der nächsten Ausgabe 1/2012 finden Sie zum Weiterlesen einen Hintergrundbericht zur Technik des auch von RWE Dea angewandten Hydraulic Fracturing.

Heiko Nuß, BG RCI

Test mit Fackel: Die RWE Dea-Bohranlage T 160 im Feld Völkersen in Niedersachsen.
Test mit Fackel: Die RWE Dea-Bohranlage T 160 im Feld Völkersen in Niedersachsen.