Technik

Meister-Industriesiebe für höchste Ansprüche

Das Baustoff-Recycling stellt heute immer höhere Ansprüche an die Siebtechnik. Die Kundenwünsche bei der Aufbereitung von Natursteinvorkommen werden anspruchsvoller, Aufträge müssen in kürzerer Zeit und mit Minimierung der Sieb-Ausfallzeiten realisiert werden.

Das Traditionsunternehmen Gustav Meister GmbH in Beverungen an der Oberweser hat die Herausforderungen angenommen – und neue Fertigungsverfahren für Industriesiebe in der Aufbereitungstechnik entwickelt. Das lückenlose Programm des westfälischen Herstellers wird ergänzt durch Spezialanfertigungen aus Drahtgewebe für Fassadengestaltung und selbst für Fischzuchtanlagen in Norwegen.

Traditionsbetrieb

Markus Meister, Industriemeister und nächste Generation im Familienbetrieb, lächelt: „Das ist natürlich nicht unser Hauptaufgabengebiet.“ Aber die Drahtgitter zieren weithin sichtbar das architektonische Aushängeschild der Firma, das 2003 gebaute Verwaltungsgebäude in Beverungen an der Weser.

90 Prozent der Produkte gehen in die Aufbereitungstechnik, in den Steine und Erden-Bereich, aber auch in die Chemie- und Nahrungmittelindustrie. Neben klassischen Sieben aus verschleißfesten, nach DIN gezogenen Sonderstahlgüten sind Siebelemente und Uni-Düsen aus thermoplastischen Kunststoffen im Programm.

Neue Produktlinie

Vor drei Jahren entstand eine innovative Produktlinie: Der Grundstoff für die Meister-2005-Siebe wurde in der Entwicklungsabteilung des Unternehmens unter Federführung von Konstruktionstechniker Lars Braun auf Polyurethan-Basis neu gestaltet. Die im Freiform-Gießverfahren hergestellten Siebe sind wesentlich strapazierfähiger als ihre Vorläuferprodukte. „Und Sie haben den Vorteil, dass man sie durch den Einsatz flexibler Gießkerne jedem Kundenwunsch anpassen kann.“

Früher habe man Standard gefertigt, das ändere sich nun komplett, sagt Markus Meister. Die Gustav Meister GmbH hat dazu den Vorteil, dass sie durch einen Schwesterbetrieb und direkt in Beverungen mit hauseigenem Werkzeugbau und modernster CAD- und CNC-Technik individuell auf Kundenwünsche eingehen kann. „60 Prozent der Siebe werden nach Wunsch gefertigt“, ergänzt Braun. Und die Nachfrage nach diesen hochwertigen Produkten käme vor allem aus dem Inland, man habe hier Marktanteile dazu gewonnen, berichtet Meister: „Ebenso drei, vier neue Exportländer.“

Die Qualität der Meister-Siebe hat sich herumgesprochen. Und im Januar legt die Firma nach: Mit dem flexibel auf extreme Anforderungen abstimmbaren Konstruktionswerkstoff Vulkollan D15 werden die Siebmattensysteme für Arbeiten im Grenzbereich noch haltbarer gestaltet.

„Wir stellen den Lesern der Steine + Erden das Produkt in der Ausgabe 1/2012 ausführlich vor“, verspricht Markus Meister.

Jörg Nierzwicki, BG RCI

Markus Meister (rechts) und Konstruktionstechniker Lars Braun vor ihrem ebenfalls teilweise mit eigenen Produkten gestalteten Firmensitz in Beverungen.
Markus Meister (rechts) und Konstruktionstechniker Lars Braun vor ihrem ebenfalls teilweise mit eigenen Produkten gestalteten Firmensitz in Beverungen.
 
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info@meister-siebe.de

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