Industrienachrichten

Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“

Akustischer Geo-Scanner und umweltschonender Zement ausgezeichnet

Die Technische Universität Clausthal und die Celitement GmbH (Karlsruhe) wurden jetzt im Innovationswettbewerb „365 Orte im Land der Ideen” für ihre aufsehenerregenden Entwicklungen ausgezeichnet.

Prof. Tudeshki, Lehrstuhlinhaber für Tagebau und Internationaler Bergbau an der Technischen Universität Clausthal, wurde die Auszeichnung für den “Akustischen Geo-Scanner” als Preisträger des bundesweit ausgetragenen Innovationswettbewerbes „365 Orte im Land der Ideen“ übergeben.

Weniger Energie und CO2

Schon im Oktober feierte die Celitement GmbH ihr Projekt „Celitement – Umweltfreundliche Zementherstellung“ als „Ausgewählten Ort 2011“. Die neu errichtete Pilotanlage der Celitement GmbH auf dem Campus Nord des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) wird täglich 100 Kilogramm des umweltfreundlichen Zementes Celitement liefern, der aus heutiger Sicht nur halb so viel Energie bei der Herstellung benötigt und im Vergleich zu herkömmlichem Portlandzement voraussichtlich nur halb so viel Kohlendioxid an die Umwelt abgibt. Bei der Herstellung des innovativen Materials werden zudem geringere Rohstoffmengen verbraucht. Die Auszeichnung nahmen die Geschäftsführer der Celitement GmbH Dr. Hendrik Möller und Dr. Hanns-Günther Mayer von Frank Arlaud, Deutsche Bank, entgegen.

Die Celitement-Pilotanlage. Foto: Markus Breig
Die Celitement-Pilotanlage. // Foto: Markus Breig

Mit der Auszeichnung des Geo-Scanners durch Udo Rzesacz von der Deutschen Bank als „Ausgewählten Ort 2011“ reihte sich das Institut für Bergbau in den Kreis von 365 Preisträgern ein, die jedes Jahr von der Standortinitiative “Deutschland – Land der Ideen” gemeinsam von dem Kreditinstitut unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten prämiert werden. Anlässlich der Preisverleihung betonte Rzesacz, dass das Projekt Geo-Scanner nicht nur für den Bergbau, sondern stellvertretend für eine nachhaltige Industrieentwicklung eine herausragende Innovation darstellt, die mit ihrem Potenzial einen Beitrag zur Ressourcenschonung sowie zur Reduzierung des Energiebedarfs leistet.

Universitätspräsident Prof. Thomas Hanschke unterstrich in seiner Rede die Bedeutung des Bergbaus für die TU Clausthal und wies in seiner Rede auf die lange Clausthaler Tradition der Bergbau-Erfindungen hin, die der akustische Geo-Scanner nach dem Oberharzer Drahtseil und der Fahrkunst nun weiter fortsetzt.

In seiner Dankesrede erklärte Prof. Tudeshki: „Wir sind stolz, ein ausgewählter Ort im Land der Ideen zu sein. Die Auszeichnung motiviert uns, die innovative Forschung am Institut für Bergbau weiter voranzutreiben.“ Die Experten haben ein akus­tisches Scanverfahren entwickelt, das anhand von Körperschallschwingungen die Mineralbeschaffenheit einer Lagerstätte direkt erkennt. Das Prinzip ist einfach, jeder Gesteinsart – ob Ton, Sand oder Kies – kann bei Reibung eine spezifische Schwingung zugeordnet werden, deren „Klang“ als eindeutiges Erkennungsmerkmal dient. Eine Integration an der Baumaschine bietet gute Möglichkeiten zur Minimierung von Risiken und Kosten. Aus 2600 eingereichten Bewerbungen überzeugte diese Innovation, die bereits während der Messe Bauma 2010 mit dem „Innovation Award“ ausgezeichnet wurde, die unabhängige Jury.

Professor Hossein Tudeshki (rechts, TU Clausthal) erhält die Auszeichnung von Udo Rzesacz (Deutsche Bank).
Professor Hossein Tudeshki (rechts, TU Clausthal) erhält die Auszeichnung von Udo Rzesacz (Deutsche Bank).

Land der Ideen

Die ausgezeichneten Projekte sind Preisträger im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“, der von der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ in Kooperation mit der Deutschen Bank realisiert wird. Unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Christian Wulff prämiert der Wettbewerb bereits seit 2006 Ideen und Projekte, die einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit Deutschlands leisten. Mehr Informationen zu allen Preisträgern finden Sie unter www.land-der-ideen.de.

 
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