Industrienachrichten

Herbstumfrage zur Baukonjunktur in Niedersachsen und Bremen

Baukonjunktur: Verbesserung der Geschäftslage

Die Auswertung der bei den Mitgliedsunternehmen durchgeführten Herbstumfrage des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen zeigt eine spürbare Verbesserung bei der Einschätzung der derzeitigen Geschäftssituation. So beurteilten 25 Prozent der befragten Unternehmen gegenüber nur 15 Prozent im Herbst 2010 die derzeitige Geschäftslage als gut. Der Anteil derjenigen, die die Situation eher als schlecht einschätzen, verringerte sich von 30 Prozent im Herbst 2010 auf jetzt nur noch 21 Prozent.

Bei der Beurteilung der Geschäftsaussichten für die nächsten sechs Monate zeigte sich dagegen eine leichte Eintrübung. Der Anteil derjenigen, die eine schlechte Geschäftslage für das nächste Halbjahr prognostizieren, stieg von 27,5 Prozent im Vorjahr auf nunmehr 37,1 Prozent.

Am pessimistischsten blickten die Unternehmen aus dem Bereich des Tief- und Ingenieurbaus sowie des Spezialbaus in die Zukunft. Den besten Wert erzielte noch der Bereich Straßenbau, der gegenüber der Vorjahresumfrage nahezu stabil blieb.

Bei der Frage nach dem dringendsten Problem in der Bauwirtschaft stand wie auch bereits in den Vorjahren das unauskömmliche Preisniveau im Vordergrund. Es folgten der Rückgang der Baunachfrage, wobei sich der entsprechende Wert allerdings von 50 Prozent in der Vorjahresumfrage auf jetzt 38,3 Prozent verringerte.

Auf den nächsten Plätzen lagen die illegale Beschäftigung und das Lohndumping, gefolgt von dem erstmals abgefragten Problem der Preisschwankung bei Baumaterialien, das von über einem Viertel der befragten Bauunternehmen als schwerwiegendes Problem der Bauwirtschaft genannt wurde.