Arbeitssicherheit

Bilanz der A+A 2011

Persönliche Schutzausrüstung im Aufwind

Mit einem Aussteller- und Flächenbuchungsrekord war die A+A 2011 Ende Oktober in Düsseldorf gestartet und nach vier Tagen konnte die international führende Fachmesse mit Kongress für Persönlichen Schutz, betriebliche Sicher­heit und Gesundheit bei der Arbeit auch einen neuen Besucher-Spitzenwert verzeichnen. 60.100 Fachbesucher, so viele wie nie zuvor in der Veranstaltungshistorie (2009: 55.800), informierten sich bei den gut 1.600 Ausstellern aus 54 Nationen über aktuelle Trends und Produktinnovationen rund um siche­res und gesundes Arbeiten und die Realisation störungsfreier Betriebsabläufe. Jeder vierte Besucher kam aus dem Ausland. Ein deutlicher Zuwachs ergab sich bei den Ländern Süd- und Mittelamerikas.

„Mit diesem Ergebnis hat die A+A ihre weltweit hervorgehobene Stellung weiter ausgebaut. Keine andere Branchenveranstaltung bietet einen derart kompletten Produkt-Überblick und setzt durch den intensiven Expertenaustausch so viele fachliche Impulse“, bilanzierte Joachim Schäfer, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf. Von guten Gesprächen zwischen Anbietern und ihren Kunden weiß ebenfalls Klaus Bornack, Vorsitzender des Messebeirates und Geschäftsführer der Bornack GmbH & Co. KG, zu berichten: „An der Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter wird nicht gespart. Qualitativ hochwertige Schutzartikel schützen nicht nur besser, sie erfreuen sich auch einer höheren Anwender-Akzeptanz. Der Austausch mit Kunden bei der A+A lieferte ebenfalls wertvolle Erkenntnisse im Hinblick auf die Produktentwicklung.“ 

PSA im Aufwind

Bestätigung finden Bornacks positive Einschätzungen durch aktuelle Marktzahlen, die im Rahmen der A+A präsentiert wurden. Einer Studie von macrom Marketingresearch & Consult folgend befindet sich der deutsche Markt für Persönliche Schutzausrüstungen (PSA) im Aufwind und weist derzeit ein Volumen auf von etwas mehr als 1,6 Milliarden Euro. Die größten Marktsegmente sind hierbei Schutzbekleidung (633 Mio. Euro), Handschutz (371 Mio. Euro) und Fußschutz (224 Mio. Euro). Im ersten Halbjahr 2011 konnten die Hersteller je nach Segment teils Umsatzzuwächse gegenüber dem Vorjahreszeitraum von bis zu 15 Prozent verzeichnen, wobei allerdings gut ein Drittel des Wachstums auf Preissteigerungen in Folge von Rohstoffpreiserhöhungen basiert. Im Zeitraum von 2004 bis 2010 ist der Markt um 27 Prozent gewachsen. Das weltweite Marktvolumen für PSA wird auf mindestens 17 Milliarden Euro geschätzt (Quelle: Matrix insight).

Der neu ins Programm der A+A Fachmesse aufgenommene Bereich „spezielle Ausrüstungen für den betrieblichen Katas­trophenschutz“ wurde gut angenommen. Die Stände der Aussteller mit Angeboten zu entsprechenden Persönlichen Schutzausrüstungen, ABC-Schutz, technischen Hilfsmitteln, Dekon­tamination oder auch Leit-, Melde- und Informationstechnik, waren stark frequentiert.

„Nach der erfolgreichen Premiere des Forums Katastrophenschutz mit Kongressvorträgen und Präsentationen im Jahr 2009 war dieser zweite Schritt die logische Fortsetzung. Die A+A richtet sich an ein breites Fachpublikum für Arbeitsschutz und Sicherheitsmanagement – Bereiche, die auf Grund veränderter Gefährdungslagen weltweit immer mehr an Einfluss gewinnen. Und bei Großschadenereignissen müssen alle Akteure eng zusammenarbeiten: Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz, andere Behörden und betroffene Firmen“, betonte Albrecht Broemme, Präsident der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW).

Messe
Im ersten Halbjahr 2011 konnten die Hersteller je nach Segment teils Umsatzzuwächse gegenüber dem Vorjahr von bis zu 15 Prozent verzeichnen.

A+A Kongress

Der A+A Kongress zählte mehr als 5.000 Teilnehmer und bot mit seinen 60 Veranstaltungsreihen eine Bandbreite aktueller Themen zu gesellschaftlichen Entwicklungen, Reformvorhaben der nationalen und europäischen Politik, technischen und organisatorischen Innovationen sowie neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen. So diskutierte zum Beispiel die in den A+A Kongress eingebettete Herbstkonferenz der Gesellschaft für Arbeitswissenschaften (GfA), inwieweit mit neuen Konzepten zur Arbeitszeitaufteilung und Arbeitsorganisation den zunehmenden Anforderungen an Mitarbeiter in Bezug auf Flexibilität und Mobilität begegnet werden kann. 

„Die demografische Entwicklung und der Fachkräftemangel sind schon jetzt spürbar. Hinsichtlich des Kampfes um die besten Köpfe gewinnen in den Unternehmen dabei Fragen der Qualität der Arbeit immer mehr an Bedeutung. Durch eine effektive und effiziente Prävention können Lebensqualität, Mobilität und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter verbessert und ein Großteil der sonst erforderlichen Krankheits- und Krankheitsfolgekosten verringert werden“, unterstreicht Bruno Zwingmann, Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, Basi, die Bedeutung präventiven Handelns. Vielfältige Unternehmensbeispiele seien Belege dafür, dass Maßnahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes einen Rückgang der Mitarbeiterfluktuation bewirkten, die Prozess- und Produktqualität und somit das Image steigerten.

Einer starken Beteiligung erfreuten sich im Rahmen des A+A Kongresses der Tag der Sicherheitsbeauftragten mit gut 700 Teilnehmern, der Tag der Betriebs- und Personalräte mit 300 Teilnehmern oder auch der Unternehmertag mit fast 300 Unternehmern vorrangig aus Kleinbetrieben.

Produkthighlights

Zu den Produkthighlights zählten unter anderem Schutzbekleidung und -artikel speziell für Frauen (wie Schutzüberschuhe mit Stahlkappe für High Heels, feminine Blaumänner oder auch Schutzhelme in modischen Farben mit Schmuckapplikationen), der ergonomisch perfekte Büro- oder Montagearbeitsplatz – abstimmbar auf die individuellen physischen, akus­tischen und visuellen Bedürfnisse – sowie kompakte und doch leistungsstarke Messgeräte zur Bestimmung von Schadstoff­belastungen.

Die nächste A+A findet in Düsseldorf vom 5. bis 8. November 2013 statt.

 
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