Technik | Beton & Asphalt

Telebelt fördert riesige Betonmassen am drittgrößten Wasserkraftwerk der Welt

Derzeit wird am Fluss Jinsha Jiang – einem Zufluss des Yangtse in China – das Wasserkraftwerk Xiluodu gebaut. Es dient in erster Linie der Stromerzeugung, erfüllt daneben jedoch weitere Aufgaben: Hochwasserschutz, Sedimentlagerung, Verbesserung der Beding­ungen für die Schifffahrt. Elektrische Energie von 57 bis 64 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr wird erwartet, was diese Anlage zum drittgrößten Wasserkraftwerk weltweit macht.

Eine doppelt gekrümmte Bogenstaumauer soll einen Speichersee von 12,67 Milliarden Kubikmeter Wasser anstauen. Die Länge der Mauerkrone beträgt 610 Meter, die maximale Höhe der Staumauer 278 Meter und die Gesamtlänge 700 Meter. Der Erdaushub für dieses Projekt beläuft sich auf 39,81 Mio. Kubikmeter, davon entfallen 25,61 Mio. auf überirdische Aushubarbeiten und 14,20 Mio. auf den Bau von Tunneln.

Millionen Kubikmeter Beton

Insgesamt werden für dieses Projekt 16,72 Mio. Kubikmeter Beton benötigt, davon allein für den Rumpf der Staumauer 6,60 Millionen. 2008 wurde mit dem Betonieren begonnen. Es wird erwartet, dass die ersten Generatorsätze im Juni 2012 montiert werden können. Von Juni 2013 soll dann Energie erzeugt und bis 2015 das gesamte Projekt fertiggestellt werden. Die Investition für das Wasserkraftwerk Xiluodu beträgt 7,36 Mrd. Dollar. Die in der Talsperre Xiluodu vorgesehenen Einrichtungen für den Hochwasserabfluss umfassen im Staumauerrumpf sieben Überlauföffnungen von 12,5 x 13,5 Meter, darunter acht Auslässe von 6 x 6,7 Meter, sowie vier außergewöhnlich große Überlauftunnel (mit einem Durchmesser von bis zu 15 Metern) – zwei auf dem rechten und zwei weitere auf dem linken Ufer. Die Überlaufkapazität des Projektes beläuft sich insgesamt auf bis zu 49.923 Kubikmeter in der Sekunde. Die durch die Überläufe erzeugte Leistung erreicht nahezu 100 Mio. Kilowatt und ist damit die höchste weltweit. Die vier Überlauftunnel sind die größten ihrer Art weltweit, mit einer Ablassrate von 16.000 m3/s, was rund einem Drittel der Gesamtablasskapazität der Anlage entspricht.

Diese Zahlen sind nicht nur auf die Größe der Tunnel zurückzuführen, sondern auch auf die Fließgeschwindigkeit des Flusses, der weltweit zu den schnellsten zählt (bis zu 50 Meter in der Sekunde). Da diese vier Überlauftunnel dafür konzipiert wurden, langfristig

außergewöhnlich große Wassermengen mit extrem hoher Fließgeschwindigkeit aufzunehmen, muss der hier verwendete Beton von hervorragender Qualität sein. Der Unterschied zwischen diesem Beton und einer pumpbaren Betonmischung besteht hauptsächlich darin, in welchen Anteilen die einzelnen Betonrohmaterialien verwendet werden. Pumpbarer Beton erfordert eine relativ hohe Fließfähigkeit, damit er durch die Förderleitung gleitet. Dementsprechend sind Betonrohmaterialien, wie Zement und Flugasche, in höherer Menge erforderlich. Zement erzeugt jedoch eine große Hydratationswärme beim Abbinden des Betons, wobei Temperatur und Rissbildung nur schwer zu kontrollieren sind. Das Abführen der Hydratationswärme kann gerade bei Bauwerken wie einer Staumauer ein Problem darstellen.

Telebelt macht das Rennen

Beim Telebelt von Putzmeister handelt es sich um einen mobilen Bandförderer, der kontinuierlich jede Art von Schüttgütern und Beton fördern kann und nicht von der Pumpfähigkeit des Betons abhängig ist. Somit ist der Telebelt die perfekte Lösung für das Einbringen von qualitativ hochwertigen Massebetonen, denn es kommt nicht nur zu einer geringeren Rissbildung, sondern die Kosten für den Beton lassen sich ebenfalls reduzieren.

Der erste von Putzmeister gelieferte Telebelt TB 105 ist seit dem Jahr 2000 im Drei-Schluchten-Projekt im Einsatz. Die Zahl der Betriebsstunden beläuft sich bis heute auf mehr als 20.000 Stunden, und das Gerät arbeitet auch weiterhin ordnungsgemäß – ein deutlicher Beweis für Robustheit und Zuverlässigkeit des Telebelt. Aufgrund dieser Erfahrung erwarb das für das Drei-Schluchten-Projekt zuständige Unternehmen zwei weitere Telebelt des neuen Typs TB 110G für das Team von SinoHydro Bureau 7. Da die Maschinen ausgesprochen komfortabel in der Bedienung sind und die Ausleger sich sanft und ruckfrei teleskopieren, schwingen, anheben und absenken lassen, sind die beiden TB 110G auf der Baustelle beliebt. Bei den Arbeitern des Unternehmens SinoHydro Bureau 7 stößt die Maschine auf ein positives Echo: Das Betoneinbringen wird zum Kinderspiel. Betrachtet man jedoch die Menge, die der Telebelt bei jeder Betonage kontinuierlich einbringen muss – mehr als 1.000 Kubikmeter Beton –, wird klar, wie hart die Arbeit für die Menschen auf der Baustelle ist.

Der Putzmeister Telebelt bei der Betonage des Podests für einen Seilkran.
Der Putzmeister Telebelt bei der Betonage des Podests für einen Seilkran.
 
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