Technik | Nutzfahrzeuge

Offroad- und Ökologie-Innovationen bei Iveco

Nach dem erfolgreichen Ecodaily präsentierte Iveco während der IAA Nutzfahrzeuge den Ecostralis und übertrug damit die Initiative und die entsprechenden Schwerpunkte aus der leichten Baureihe auf das Flaggschiff des Hauses, den Stralis. Der Stralis ist ein Arbeitsinstrument, das entwickelt worden ist, um alle Bedürfnisse des Schwerlastverkehrs auf der Strecke zu erfüllen.

Der Ecostralis wurde zusätzlich optimiert in Bezug auf Motoren, Aerodynamik, Elektronik und Ausstattungsumfang. Alle Motoren wurden neu überarbeitet, um den Verbrauch nochmals zu senk­en. Der Ecostralis ist eine Variante des Stralis in den Versionen AS, AT und AD mit Cursor 10 Motoren (420 und 460 PS). Serienmäßig verfügt das Fahrzeug über das elektronische Bremssystem EBS, das ladungsabhängig die Bremsleistung

reguliert. Das gilt auch im Anhängerbetrieb. Ein sogenannter ECO Switch ermöglicht das Zuschalten einer Funktion, die das Drehmoment und damit den Verbrauch bei Unterschreiten eines bestimmten Gewichts reduziert. Auf die Transportgeschwindigkeit hat das so gut wie keinen Einfluss.

Ebenso kann der Kunde jetzt auf Wunsch beim automatisierten Getriebe den manuellen Modus unterdrücken. Das Fahrzeug schaltet dann ausschließlich automatisch. Und zwar in den Gang, der abhängig vom Anforderungsprofil mit den jeweiligen Bestpunkten des Motorkennfelds korrespondiert.

Die Reifen sind in das Konzept integriert: Der Ecostralis steht ab Werk auf Energiesparreifen 305/70R22,5 mit reduziertem Rollwiderstand. Wenn nichts anderes gewünscht ist, ist das Achsübersetzungsverhältnis mit 1:2,64 für niedrige Drehzahlen bei einer hohen Marschgeschwindigkeit ausgelegt. Bei passender Topografie spart das Kraftstoff und Verschleiß.

Integriert gedacht: weil der richtige Reifendruck einen enorm wichtigen Faktor beim optimierten Kraftstoffverbrauch darstellt, ist beim Ecostralis ein TPMS (Tyre Pressure Monitoring System), also ein Reifendruckanzeigesystem an allen Rädern, verfügbar. Bei Unterschreitung eines Mindestdrucks wird akustisch und optisch ein Signal abgegeben. Der Druckzustand der Reifen wird über ein Display angezeigt.

Neben den Reifen bietet die Aerodynamik das größte Potenzial beim Kraftstoffsparen. Eine „Rundum-Verspoilerung“ mit Top- und Seitenspoilern ist daher ebenfalls Serienlieferumfang. Damit sinkt der Luftwiderstandsbeiwert entscheidend.

Stralis Natural Power (Erdgas)

Iveco misst dem Erdgasantrieb traditionell großen Wert bei und ist bei Natural-Power-Lösungen mit einem umfangreichen Programm führend im Markt. Alle CNG Motoren sind für den Betrieb verschiedener Erdgasqualitäten (L-Gas / H-Gas) ausgelegt und garantieren automatisch die beste Einstellung in Bezug auf Abgas und Leistung. Iveco Nutzfahrzeuge mit CNG Motoren können durch den Einsatz von Bio Methan die Emissionen noch mal reduzieren.

Regeneratives Biogas ist CO2-neutral und macht sich in der Emissionsbilanz entsprechend bemerkbar. Machbar – daran arbeitet Iveco in einem weiteren Projekt – ist auch die Beimischung von bis zu 30 Prozent Wasserstoff zum Erdgas. Beigemischt wird extern, Zusatztanks entfallen damit. In Hannover war ein Stralis AD 260S27Y/FS CNG (6 x 2) mit Vollluftfederung und gelenkter Nachlaufachse für verschleißminimierte Manöv­rierbarkeit zu sehen. Sein Tankinhalt umfasst 640 Liter CNG. Geschaltet wird über ein manuelles Getriebe von ZF (16 S 1621) mit Intarder.

Iveco setzt auf umweltfreundliche Lkw wie den Stralis CNG mit 199 kW/270 PS.
Iveco setzt auf umweltfreundliche Lkw wie den Stralis CNG mit 199 kW/270 PS.

Trakker AD 260T41YW/P neu

Der Trakker ist ein für extreme Offroad-Einsätze von 18 bis 85 Tonnen (technisch zulässiges Gesamtzuggewicht) konzipiertes Arbeitsfahrzeug. Ob es sich um Einsätze unter extremen

Off­road-Bedingungen handelt oder ob vorwiegend auf der Straße mit gelegentlichen Abstechern ins Gelände gefahren wird, der Trakker kann stets mit den geeigneten Spezifikationen für die Optimierung von Ladung und Kraftstoffverbrauch ausgelegt werden.

Der bewährte Trakker 8x8 ist das Flaggschiff des Sortiments der Schwerfahrzeuge mit Allradantrieb. Das ausgestellte Modell, der AD 410T45W,  ist auf jedem Untergrund in seinem Element und der FPT Cursor Sechs-Zylindermotor mit 24 Ventilen und 13 Liter Hubraum mit einer Leistung von 450 PS (332kW) erlaubt es, die schwierigsten Einsätze sicher zu bewältigen. Das Fahrzeug wird verbreitet auch in städtischen Baustellen eingesetzt, obwohl es für den härtesten Einsatz konzipiert ist. Der Dieselmotor Cursor 13 erfüllt die Euro-5-Vorgaben ohne den Einsatz eines Partikelfilters, EEV ist auf Wunsch erhältlich.

Im Antriebsstrang wird der Cursor Motor ergänzt von einem Overdrive-Getriebe ZF 16S2220 mit Servo Shift, das die Schaltkräfte reduziert und auch im Schwersteinsatz einen schnellen und sicheren Gangwechsel unterstützt. Eurotronic Getriebe sind in den meisten Fällen auch beim Trakker eine Option.

Im Offroad-Bereich, einer traditionellen Domäne von Iveco, ist der Trakker AD 260T41YW/P mit 6x4x4 Konfiguration neu. Er ist von einem 4x4 abgeleitet und mit einer zusätzlichen Lenkachse versehen, die hinter der Antriebsachse montiert ist. Auf diese Weise hat das Fahrzeug mit drei Achsen bei einem Gesamtgewicht von 26 Tonnen die Wendigkeit eines Fahrzeugs mit zwei Achsen bei einer beträchtlich erhöhten Nutzlast.

Der Trakker 8x8 ist das Flaggschiff der Schwerfahrzeuge mit Allradantrieb.
Der Trakker 8x8 ist das Flaggschiff der Schwerfahrzeuge mit Allradantrieb.
Der Trakker 8x8 ist das Flaggschiff der Schwerfahrzeuge mit Allradantrieb.
 
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