Arbeitssicherheit

Präventionspaket „Sicheres Betonwerk“ in Weimar vorgestellt

Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz bei der Herstellung von Betonwaren und Betonfertigteilen standen auf der Tagesordnung bei der 17. Internationalen Fachtagung des Instituts für Fertigteiltechnik und Fertigbau Weimar (IFF).

Die Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie verbindet eine langjährige Zusammenarbeit mit dem IFF Weimar. Gemeinsame Projekte auf dem Gebiet des Arbeits- und Gesundheitsschutzes führten beispielsweise beim Förderpreis der damaligen Steinbruchs-Berufsgenossenschaft zu ausgezeichneten Ergebnissen.

Im November dieses Jahres bot die BG RCI zum Unternehmermodell eine Fortbildungsveranstaltung mit dem Institut an dessen Standort Weimar an, zeitgleich mit der 17. internationalen IFF-Fachtagung. Führungskräfte aus den Branchen Betonwaren und Betonfertigteile diskutierten Möglichkeiten zur Reduzierung von Unfällen und Gesundheitsgefahren. Die Gäste nutzten den Termin auch, um die Forschungseinrichtung zu besichtigen und sich über das Leistungsspektrum des IFF zu informieren.


Das Institut für Fertigteiltechnik und Fertigbau Weimar e.V. (IFF) ist eine wirtschaftsnahe Forschungseinrichtung mit Sitz in Thüringen. 1992 von Wissenschaftlern der damaligen Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar (HAB) gegründet, entwickeln nun mehr als 40 Mitarbeiter innovative Komplettlösungen – vom Baustoff über die Herstellungstechnologie und das Bauwerk bis hin zum Recycling.

Das Leistungsspektrum ist infolge interdisziplinärer Zusammenarbeit der Forschungsbereiche Fertigteiltechnik, Baustoffe und Fertigbau thematisch breit gefächert. Ein wichtiger Baustein für den Erfolg dieser Arbeit ist die enge Zusammenarbeit von mehr als 50 IFF-Mitgliedern aus Wirtschaft und Wissenschaft. Präsenz zeigt das Institut zunehmend im Ausland. Die Kontakte reichen von Frankreich, Dänemark und Weißrussland bis nach Vietnam, in die USA und nach Australien.

Die 17. Internationale IFF-Fachtagung bot eine weitere Gelegenheit, sich über neue Forschungsergebnisse zu informieren. Zwei Tage lang diskutierten rund 250 nationale und internationale Gäste aus Deutschland, Russland, Weißrussland, Frankreich, Dänemark, der Schweiz und den Niederlanden Themen zur Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz bei der Herstellung von Betonwaren und Betonfertigteilen.

Dr. Ulrich Lotz (Fachverband Beton- und Fertigteilwerke Baden-Württemberg ) eröffnete die Tagung. Namhafte Referenten informierten in 22 Fachvorträgen über Trends und Entwicklungen des Baustoffes Beton, der schon lange kein Drei-Stoff-System mehr darstellt.

Neues Präventionspaket

Jürgen Pester und Karl-Heinz-Hegenbart stellten für die BG RCI das neue Präventionspaket „Verantwortung übernehmen – sicher arbeiten im Betonwerk“ vor. Um die Unfallsituation in der Betonindustrie positiv zu verändern, hat die BG RCI-Branche Baustoffe – Steine - Erden ein passgenau zugeschnittenes Präventionspaket zusammengestellt. Flyer, Prüflisten, Plakate und andere Medien dienen der Aufklärung über sichere Arbeitsweisen. Ein Motivationsfilm soll Mitarbeiter und Führungskräfte aufrütteln, sich intensiver um die Sicherheitsaspekte im Unternehmen zu kümmern. Die Angebote des neuen „Betonpaketes“ liegen voraussichtlich im ersten Quartal 2011 bereit.

In den Tagungspausen gab es am Stand der BG RCI die Möglichkeit, sich genauer über das neue Präventionspaket, über die Kampagne „Risiko Raus“ und andere Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes zu informieren.

Wer die Ergebnisse der Veranstaltung nachlesen will, kann den dreisprachigen Tagungsband beim IFF Weimar bekommen.

Kerstin Schalling, IFF Weimar
Petra Begander, BG RCI

Jürgen Pester (Mitte) und Petra Begander (rechts), beide BG RCI, im Gespräch am Infostand.
Jürgen Pester (Mitte) und Petra Begander (rechts), beide BG RCI, im Gespräch am Infostand.
 
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