Staubproblemlöser im Quarzwerk – Sandvik HX410

Abbau und Produktion im Einklang mit Mensch und Natur ist seit der Gründung der Dörentrup Quarz GmbH & Co KG in Duingen im Unternehmensleitbild verankert. Bestandteil dieser Kultur ist sowohl die Rekultivierung der Flächen sowie gesundheitsschonende Arbeitsabläufe wie beispielsweise staubfreie Produktionshallen.

Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Unternehmen Dörentrup Quarz GmbH & Co KG in Duingen gegründet. Es gehört zur Dörentrup Gruppe und beschäftigt rund 30 Mitarbeiter. Auf 60 Hektar wird in der landschaftlichen Idylle Quarzsand gefördert. In enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Umweltbehörden wird der Natur selbst in der Abbauphase Raum gegeben. Für Tiere entstehen neue Lebensräume – für den Menschen Erholungsrefugien.

Mit der 2008/2009 erbauten neuen Quarzmühle ist ein weiterer Schritt zur Standort- und Arbeitsplatzsicherung in die Wege geleitet worden. Die Versorgung der Glas-, Baustoff- sowie Feuerfestindustrie mit qualitativ hochwertigen Quarzsanden ist somit gewährleistet – am Standort Duingen für die nächsten 30 Jahre.

Im Zuge der Millioneninvestition und Inbetriebnahme der Quarzmühle wurden Staubquellen an zwei Bandübergabestellen festgestellt. Auf der Suche nach Abhilfe wurde Werksleiter Fred Sperber auf das Staubunterdrückungsgerät HX410 von Sandvik aufmerksam. Unkompliziert und konstruktiv gingen Sperber und Sven Waliczek, der zuständige Fachmann von Sandvik, das Staubproblem an. Schnell war die optimale Lösung gefunden.

Das Staubunterdrückungssystem HX410 wurde bereits mehr als 200 Mal an Materialübergabestellen in Schüttgutförderanlagen eingebaut. Bei von der Steinbruchs-BG in einem Mitgliedsbetrieb der Quarzsandindustrie durchgeführten Staubmessungen wurden Werte ermittelt, die weit unter den Grenzwerten für einatembare Stäube als auch Alveolarstaub liegen.

In zwei Bauphasen wurde Anfang 2009 sowie im April je ein HX410 an den Bandübergabestellen installiert. Die Wirksamkeit des Staubminderungssystems wird allein schon durch die sichtbare Staubreduzierung im Vergleich des eingeschalteten zum ausgeschalteten Gerät erkennbar.

Neben der geleisteten Fürsorgepflicht des Arbeitgebers ist ein weiterer Aspekt zu berücksichtigen: Im speziellen Fall wäre nicht nur der Materialverlust kostspielig sondern auch die Entfernung des Materials sowie die Reinigung der Arbeitsstätte. Hier würden Arbeitszeit und Betriebsmittel unnötig gebunden.

Das Staubunterdrückungssystem Sandvik HX410

Der HX410 von Sandvik Mining and Construction ist ein auf Ionisierung basierendes System mit einer Staubunterdrückungsrate von bis zu 90 Prozent – je nach Anwendung. Es ist besonders effektiv an Bandübergaben in der Quarzindustrie, an denen üblicherweise beträchtliche Mengen an Staub von Schüttgütern in die Luft abgegeben werden.

Das geförderte Schüttgut wird zusammen mit dem Staub durch das Gehäuse des Staubunterdrückungssystems geleitet. Durch die elektrostatischen Kräfte im Inneren lagert sich der Staub am Gehäuse ab. Von dort wird der Staub in regelmäßigen Abständen mittels Unwuchtmotor abgerüttelt und wieder in den Prozess zurückgeführt.

Das Staubunterdrückungssystem eignet sich also insbesondere überall dort, wo der abgetrennte Staub im Produktionsprozess verbleiben oder diesem wieder zugeführt werden kann (z.B. beim Zement-Klinkertransport zur Zementmühle).

Das modulare System ist einfach zu installieren. Da es keine beweglichen Teile hat, ist das Gerät verschleißfrei. Es arbeitet mit einer hohen elektrischen Spannung (50-60 kV) und einem sehr geringen Strom (1,5 mA). Die maximale Leistungsaufnahme beträgt weniger als 0,75 kW (vergleichbar mit einer kleinen Handbohrmaschine).

www.sandvik.com

Das Quarzwerk der Dörentrup Quarz GmbH in Duingen
Das Quarzwerk der Dörentrup Quarz GmbH in Duingen
Sandvik Staubunterdrückungssystem HX410
Sandvik Staubunterdrückungssystem HX410