Schweinegrippe – Tipps zur betrieblichen Pandemieplanung

Von Mexiko aus breitete sich die Neue Grippe A H1/N1 („Schweinegrippe“)weltweit aus, so dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 11. Juni 2009 die höchste Pandemiewarnphase 6 ausgerufen hat.

Bei der Schweinegrippe liegt in den meisten Fällen ein milder Krankheitsverlauf vor. Die Zahl der Todesfälle ist vergleichsweise gering, so dass einige Experten die Auswirkungen der neuen Grippe mit denjenigen einer saisonalen Grippewelle vergleichen. Gleichwohl ist große Aufmerksamkeit geboten und allgemein empfohlene, vorbeugende Hygienemaßnahmen sollten besonders beachtet werden.

Im Fall einer Pandemie kann der massenhafte Ausfall von erkrankten Mitarbeitern die Betriebsabläufe in einem Unternehmen empfindlich stören. Gleichzeitig besteht am Arbeitsplatz wie im Privatleben das Risiko einer Infektion mit dem Krankheitserreger.

Vorbeugende Maßnahmen

Eine Übertragung der neuen Grippe erfolgt von Mensch zu Mensch – wie bei der „normalen“, saisonalen Grippe. Influenzaviren werden vor allem durch Tröpfcheninfektion übertragen. Beim Husten oder Niesen können Erreger auch auf die Hände gelangen und darüber weiterverbreitet werden. Daher wird häufiges Händewaschen empfohlen. Außerdem sollten die Hände vom Gesicht ferngehalten werden, da die Erreger leicht auf die Schleimhäute von Augen, Nase und Mund übergehen können.

Impfung / Behandlung

Gegen die neue Grippe H1/N1 wurde ein Impfstoff entwickelt , der derzeit an die Impfstellen verteilt wird. Für die Impfung hat die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut am 8. Oktober eine Empfehlung ausgesprochen, die grundsätzlich für alle Personen gilt. Unter anderem sollten jedoch Beschäftigte im Gesundheitsdienst vorrangig geimpft werden. Gleichzeitig wird empfohlen, die Impfempfehlungen gegen die saisonale Grippe zu beachten.

Spezielle Medikamente zur Behandlung von Virusinfektionen wie die Neuraminidasehemmer Tamiflu und Relenza haben sich bisher bei dem neuen Virus als wirksam erwiesen (Quelle: RKI). Weitere Informationen zur Impfung gegen die neue Grippe siehe www.neuegrippe.bund.de

Verhalten im Verdachtsfall

Sollten typische Symptome auftreten, empfiehlt das RKI, sofort einen Arzt aufzusuchen und möglichst vorher schon telefonisch den Hinweis auf eine mögliche Infektion mit Neue-Grippe-Viren zu geben. Die Symptomatik beim Menschen ähnelt der saisonalen humanen Influenza: Husten, rasch ansteigendes Fieber, Müdigkeit, des Weiteren auch Schnupfen, Halsschmerzen und Übelkeit.

Tipps zur betrieblichen Pandemieplanung

Um Arbeitgeber bei der Vorbereitung ihres Unternehmens auf eine Pandemie zu unterstützen, hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) gemeinsam mit dem Verband der Betriebs- und Werksärzte (VDBW) und dem Verband der Sicherheitsingenieure (VDSI) die Broschüre „10 Tipps zur betrieblichen Pandemieplanung“ veröffentlicht. Knapp und übersichtlich informieren die drei Verbände darin über organisatorische Schutzmaßnahmen. Diese umfassen unter anderem Hinweise zur Hygiene, das Festlegen von Zuständigkeiten und Ansprechpartnern im Pandemiefall sowie Vorkehrungen des Managements, um mit erheblichem Personalausfall umzugehen.

Die Broschüre erschien zur Arbeitsschutzmesse A+A in Düsseldorf. Betriebe können sie über ihre zuständige Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse beziehen.

Broschürentitel