Bergziege und Schottergaul im Einsatz

HeidelbergCement betreibt am Standort von Burglengenfeld in der Oberpfalz den Abbau von Kalkstein. Weil die beiden Zementöfen ständig neuen Nachschub fordern, zünden Sprengmeister im Durchschnitt drei bis vier Mal in der Woche den Sprengstoff in den Bohrlöchern.

Gearbeitet wird im Bruch von Burglengenfeld an fünf Tagen die Woche. Acht Stunden täglich treiben Maschinen und ihre Fahrer den Abbau. „Mit der Sprengung erreichen wir den bestmöglichen Zerkleinerungsgrad, so dass der Cat Radlader nur noch seine Felsschaufel voll machen muß. Auch für unseren Brecher ist es optimal, wenn das Haufwerk möglichst klein ausfällt“, meint Martin Demi, Steinbruchmeister im Zementwerk.

Unterstützt wird der Cat Radlader 992G von einem 992C. Beide sorgen dafür, dass die drei Cat Muldenkipper 777D in vier Ladespielen mit dem gewonnenen Material beladen werden. Damit den Radlader-Fahrern angezeigt wird, dass die Dosierung passt, verfügen sie über ein Wiegesystem. „Je nachdem welche Mischung gerade hergestellt wird, nehmen unsere Radlader das Material aus den niedrigen oder hohen Sohlen mit einem hohen oder niedrigen Calciumoxidanteil auf“, erklärt Martin Demi.

In einer Schicht werden bis zu 13 000 Tonnen Gestein verfahren, mit denen der leistungsstarke Brecher bestückt wird. Seine Aufgabe ist es, das Material weiter in Körngrößen von 0 bis 80 Millimeter zu zerkleinern, um es über Förderbänder der Zementproduktion zuzuführen. Denn die Brennöfen müssen unaufhörlich mit dem Rohstoff versorgt werden. Am Standort Burglengenfeld befindet sich das Zementwerk mit dem bundesweit größten Ausstoß des HeidelbergCement-Konzerns. Jährlich werden mehr als eine Million Tonnen des Baustoffs hergestellt.

Damit der Gewinnungsprozess nicht ins Stocken gerät, müssen die Baumaschinen ununterbrochen verfügbar sein. Manfred Enger, Servicetechniker der Zeppelin Niederlassung Straubing, wartet seit 1987 fachgerecht die Maschinen in Burglengenfeld. Er kann schnell zur Stelle sein, wenn zum Beispiel ein kaputter Hydraulikschlauch gegen einen neuen ausgetauscht werden muss.

Außerdem kümmert er sich darum, die Felsreifen bei den Maschinen zu wechseln, die den Gummi schützen, oder Ketten bei den Radladern aufzuziehen, damit die Geräte über eine gute Traktion verfügen. Im Spätherbst und Winter, wenn Reparaturen an der Ofenlinie anstehen und Produktion sowie Abbau ruhen, werden von ihm alle Baumaschinen überholt. „Wir lassen an unseren Maschinen keine Wartungsarbeiten zusammen kommen, sondern hier wird alles prompt erledigt“, berichtet Demi.

Bis zu 20 000 Betriebsstunden und noch länger sind die Maschinen im Einsatz. „Die hohe Stundenleistung, die einzelne Geräte aufweisen, spiegelt die Pflege der Maschinen wieder“, so der Steinbruchmeister. Nicht zuletzt haben auch die Fahrer ihren Anteil daran. Sie sind für die Sauberkeit ihres Arbeitsplatzes verantwortlich und identifizieren sich so mehr mit der Maschine.

Wie hoch die Identifikation mit den Cat Geräten ausfällt, belegen die Namen „Bergziege“ oder „Schottergaul“, die sich die Fahrer für ihre Cat Radlader und Muldenkipper ausgedacht haben. Bevor alle Baumaschinen in den Einsatz gehen, werden sie getauft. Und bevor eine neue Baumaschine ihren Dienst aufnimmt, erhalten die Fahrer eine Schulung. „Bei der letzten Schulung haben wir auch Fahrer aus dem Produktionsbetrieb hinzugezogen, wo ebenfalls Cat Maschinen eingesetzt sind.

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Am HeidelbergCement-Standort Burglengenfeld sorgen die Cat Radlader 992G und 992C dafür, dass die Muldenkipper 777D mit dem gewonnenen Material beladen werden
Am HeidelbergCement-Standort Burglengenfeld sorgen die Cat Radlader 992G und 992C dafür, dass die Muldenkipper 777D mit dem gewonnenen Material beladen werden