Eine Vision schafft Werte

100 Jahre Luftschiffbau Zeppelin GmbH und Zeppelin-Stiftung

Das Jahr 2008 ist für den Zeppelin Konzern ein ganz besonderes Jahr – denn vor 100 Jahren wurde durch die Gründung der Luftschiffbau Zeppelin GmbH und der Zeppelin-Stiftung der Grundstein für das heutige Unternehmen gelegt. 100 Jahre voller Visionen, Innovationen und voller Tatkraft, aus denen unschätzbare Werte entstanden sind – weit über die Grenzen der Zeppelin Gruppe hinaus.

Bereits im Jahr 1874 beschäftigte sich Ferdinand Graf von Zeppelin mit der Konstruktion eines „Ballonfahrzeugs zur Beförderung von Post, Fracht und Passagieren“. Nachdem ihm 1895 das erste Patent erteilt worden war, startete der Graf 1899 mit dem Bau des ersten Luftschiffes. Am 2. Juli 1900 erhob sich LZ 1 in den abendlichen Himmel über dem Bodensee.

Im Jahr 1908, als das vierte von Graf Zeppelin und seinen Weggefährten gebaute Luftschiff LZ 4 nach einer Notlandung in Echterdingen von einem Gewittersturm aus seiner Verankerung gerissen wurde und verbrannte, kam es deutschlandweit zu einer spontanen Volksspende, die innerhalb von nur wenigen Tagen rund sechs Millionen Mark erbrachte. Erst diese Spende ermöglichte Graf Zeppelin die Fortführung seines Lebenswerkes.

Gründung

Daraufhin gründete er am 8. September in Friedrichshafen die Luftschiffbau Zeppelin GmbH. Kurz darauf und als Dank für die Solidarität des deutschen Volkes, rief er außerdem am 30. Dezember 1908 die Zeppelin-Stiftung ins Leben und brachte in diese die Anteile seines Unternehmens ein. Stiftungszweck war damals die Unterstützung von „Bestrebungen zur Förderung der Luftschifffahrt sowie deren Verwertung für die Wissenschaft.“

Der Höhepunkt der Zeppelin Luftfahrt begann mit LZ 127 „Graf Zeppelin“. Die erste Fahrt erfolgte am 18. September 1928. Die erste Passagier-, Post- und Frachtfahrt führte vom 10. bis 15. Oktober nach Lakehurst (New Jersey). Weit über hundert Ozeanüberquerungen sollten folgen.

1936 wurde das neue Luftschiff LZ 129 „Hindenburg“ in Dienst gestellt. Mit 245 Metern Länge und einem maximalen Durchmesser von 41,2 Metern war es das größte bisher hergestellte Schiff. Auf 56 Großfahrten über Länder und Meere bewies LZ 129 – vor allen anderen Verkehrsmitteln seiner Zeit – ein Höchstmaß an Sicherheit. Nach einem komplizierten Landemanöver, durch ein Gewitter verzögert und erschwert, explodierte die Hindenburg am 7. Mai 1937 in Lakehurst.

Neuanfang

Ein endgültiges Aus für die Luftschiffbau Zeppelin GmbH bedeutete nach dem Zweiten Weltkrieg die zum 1. Januar 1947 durch die alliierte Militärverwaltung ausgesprochene Zwangsliquidation, deren Vollstreckung bis in das Jahr 1955 reichte.

Doch das geistige Erbe Graf Zeppelins war unter den Zeppelinern ungebrochen. Visionäre Kraft, der Mut zu Neuem und ein unbeugsamer Wille sollten auch diesmal die treibenden Kräfte sein, um einen Wiederaufbau zu ermöglichen. Im Juli 1950 gründete die Zeppelin-Stiftung die Metallwerk Friedrichshafen GmbH, heutige Zeppelin GmbH.

Der Grundstein für den Handelsbereich wurde 1954 gelegt, als sich Zeppelin die Rechte für den Vertrieb von Caterpillar Baumaschinen und Motoren in Westdeutschland sicherte – ein entscheidender Schritt, denn diese Handelspartnerschaft sollte Zeppelin noch ein riesiges Entwicklungspotenzial einbringen.

Ab 1990 erfolgte die rasante Internationalisierung des Konzerns. Heute erstreckt sich die Partnerschaft von Zeppelin und Caterpillar über zahlreiche Länder Mittel- und Osteuropas bis hin nach Mittelasien. Zeppelin ist damit Europas führende Vertriebs-, Service- und Vermietorganisation der Baumaschinenbranche.

Aus dem Luftfahrtbetrieb des Grafen sind außerdem weitere namhafte, heute global agierende Unternehmen hervorgegangen, unter anderem die Firmen Maybach-Motorenbau (heute MTU beziehungsweise Tognum) und Dornier sowie die ZF Friedrichshafen AG, die sich ebenfalls im Besitz der Zeppelin-Stiftung befindet.

Werteorientierung

Jahr für Jahr führt Zeppelin als Stiftungsunternehmen einen Teil der erwirtschafteten Gewinne an die Zeppelin-Stiftung ab. Aber auch direkt, als Spender oder Förderer, investiert der Konzern hohe Summen in Bildung, Kultur, Sozialwesen und Sport. So beispielsweise als Gründer und Hauptförderer der gemeinnützigen und staatlich anerkannten Zeppelin University, Friedrichshafen.

www.zeppelin.de

Landung eines Zeppelins
Landung eines Zeppelins
Signet 100 Jahre Zeppelin-Stiftung
Vor 100 Jahren wurde mit der Gründung der Luftschiffbau Zeppelin GmbH (LZ) und der Zeppelin-Stiftung der Grundstein für den heutigen Zeppelin Konzern gelegt