Das neue Fahrzeugprogramm von Volvo Trucks

Bei dem neuen Fahrzeugprogramm hat Volvo Trucks den Schwerpunkt auf die Optimierung der Fahrerumgebung und die Einführung fortschrittlicher Sicherheits-Assistenzsysteme gelegt.

Um den speziellen Bedürfnissen von Einsatzbereichen wie Schüttgut- und Tanktransporten entgegenzukommen, bei denen das Gewicht eine entscheidende Rolle spielt, führt Volvo einen neuen 11-Liter-Motor für die Volvo FM 4x2- und 6x2-Sattelzugmaschinen ein. Der neue D11B-Motor ist 140 kg leichter als der größere D13-Motor. Er ermöglicht eine höhere Nutzlast und ist dennoch leistungsfähig und sparsam im Verbrauch. Der Volvo FM mit 11-Liter-Motor ist mit dem I-Shift-Getriebe ausgestattet und zeichnet sich durch eine überarbeitete Fahrerumgebung in einem einzigartigen LXL-Fahrerhaus aus.

Komfort auf neuem Niveau

Beim Einsteigen in das Fahrerhaus des neuen Volvo FH können die Besucher die komplett umgestaltete Inneneinrichtung erleben, die eine praktische Arbeitsumgebung und einen nahezu luxuriösen Komfort während der Ruhezeiten bietet. Zu den Neuerungen gehören innovative Beleuchtungslösungen, ein geräumigerer Innenraum und intelligente Staumöglichkeiten.

Im Jahr 2006 hat Volvo Trucks seine Parallel-Hybridtechnologie vorgestellt, eine Revolution für den leisen, sauberen und sparsamen Fahrzeugbetrieb. Bei dieser Technologie wird ein Diesel- mit einem Elektromotor kombiniert, und die Batterien werden durch die beim Bremsen zurück gewonnene Energie geladen. Im vergangenen April hat Volvo zwei Erprobungs-Entsorgungsfahrzeuge mit Hybridantrieb an zwei Entsorgungsunternehmen in Schweden geliefert, um sie im täglichen Praxiseinsatz zu testen. Dies sind die weltweit ersten in der Praxis eingesetzten schweren Entsorgungsfahrzeuge mit Hybridantrieb.

Schon im Jahr 2009 wird Volvo mit der Fertigung des Volvo FE Hybrid für den städtischen Verteilerverkehr sowie für die Abfallentsorgung beginnen. Dieses Fahrzeug wurde konzipiert, um eine Senkung des Kohlendioxidausstoßes um 15-20 Prozent und einen fast lautlosen Betrieb beim Fahren mit Elektromotor zu realisieren. Durch den Einsatz einer zweiten Batterie, die den Abfallverdichter speist, können Kraftstoffverbrauch und somit Kohlendioxidemissionen sogar um bis zu 30 Prozent gesenkt werden.

Getestet im Volvo Hybrid-Lkw: Einzigartiger Blick aus der Vogelperspektive

Das „Overview Surveillance System“ von Volvo, das zusammen mit der Toshiba Corporation entwickelt wurde, bietet dem Fahrer zur Verbesserung der Übersicht und der Sicherheit einen Blick aus der Vogelperspektive auf das Fahrzeug und seine Umgebung. Dieses bahnbrechende System wurde zur Prüfung der Alltagstauglichkeit an den erwähnten Hybrid-Entsorgungsfahrzeugen von Volvo installiert.

„Dies bietet uns immense Chancen, sowohl die Verkaufszahlen als auch den Marktanteil in einem wichtigen und wachsenden Marktsegment zu steigern“, erklärt Claes Nilsson, President von Volvo Trucks Europe. „Veolia Environmental Services ist der weltweite Marktführer in diesem Bereich und betreibt alleine in Europa 13.000 Entsorgungsfahrzeuge. Zu einem ihrer bevorzugten Lieferanten erklärt zu werden, ist natürlich außerordentlich ermutigend.“

Das „Overview Surveillance System“ ermöglicht dem Fahrer zwecks besserer Übersicht einen dynamischen Blick aus der Vogelperspektive auf das Fahrzeug und seine Umgebung. Es wurde hauptsächlich entwickelt, um den Fahrer bei Manövern mit geringer Geschwindigkeit (wie z.B. beim Zurücksetzen, Einparken oder beim Fahren auf schmalen Stadtstraßen) zu unterstützen. Mit diesem System kann der Fahrer die Situation schnell erkennen und erfassen – für mehr Übersicht und Sicherheit.

Das System verwendet vier an allen Seiten des Fahrzeugs montierte Fischaugen-Kameras. Das elektronische Bildverarbeitungssystem „entzerrt“ die Bilder und fügt sie nahtlos zusammen, um eine Draufsicht auf den Lkw und seine Umgebung zu erzeugen. Das Einzigartige an diesem System ist, dass es dem Fahrer durch Darstellung der relativen Positionen von Objekten oder Personen im Bezug zum Lkw ein Gefühl für Entfernungen vermittelt. Durch einen einzigen Blick auf den Systemmonitor erhältder Fahrer wichtige Informationen sowie einen besseren Überblick während der Fahrt.

Mehr Sicherheit durch beste Übersicht „Das Overview Surveillance System ist ein weiteres Beispiel für das Engagement von Volvo für Sicherheit und insbesondere für die Entwicklung von fortschrittlichen Assistenzsystemen, die denÜberblick des Fahrers verbessern“, sagt Lars-Göran Löwenadler, Sicherheitsdirektor bei Volvo Trucks. „Da mindestens 90 Prozent aller Verkehrsunfälle auf menschliche Fehler zurückzuführen sind, hat die Unfallverhütung absoluten Vorrang. Und das bedeutet, dass man die Dinge für den Fahrer einfacher macht“.

Neue Assistenzsysteme zur Verhinderung von Unfällen

Bei ungefähr 90 Prozent aller Verkehrsunfälle ist der Faktor Mensch mit im Spiel.  Müdigkeit und Ablenkung stellen bei LKW-Fahrern die häufigsten Unfallursachen dar. Volvo Trucks hat verschiedene moderne Fahrerassistenzsysteme entwickelt, die dazu beitragen, Unfälle bereits im Vorfeld zu verhindern.

Das Fahrerwarnsystem

Unabhängige Untersuchungen haben ergeben, dass 10 bis 20 Prozent aller Unfälle, an denen nur ein Fahrzeug beteiligt ist, durch Fahrer-Müdigkeit verursacht werden. Aus diesem Grund hat Volvo als erster Lkw-Hersteller in Europa ein Fahrerwarnsystem entwickelt, das mit Hilfe einer Kamera und anhand der Fahrbahnmarkierungen die Position des Fahrzeugs überwacht. Werden unregelmäßige Fahrmuster erkannt, warnt das System  den Fahrer durch ein akustisches Signal und eine Textmeldung. Besteht das unregelmäßige Muster weiterhin, wird der Fahrer aufgefordert anzuhalten und eine Pause einzulegen.

Erweiterte Sicht

Eine weitere häufige Ursache bei Lkw-Unfällen ist eine eingeschränkte Sicht. Tote Winkel, Kurven, Dunkelheit und schlechte Sichtverhältnisse schränken die Kontrolle des Fahrers ein.

„Aus diesem Grund wäre in einigen Situationen, beispielsweise bei Spurwechseln, ein drittes Auge notwendig“, erläutert Stefan Svensson, Product Manager for Electrical Systems von Volvo Trucks.

Die neue Spurwechselunterstützung von Volvo bietet dieses dritte Auge. Ein Radarsensor hilft dem Fahrer, andere Fahrzeuge im toten Winkel an der Beifahrerseite zu erkennen. Der Fahrer wird mithilfe eines Leuchtsignals in der A-Säule sowie akustisch gewarnt.

Als europaweit erster Hersteller bietet Volvo zur Erhöhung der Sicherheit bei schlechtem Wetter einen Regensensor für die Lkw der Baureihen FH und FM an. Der Sensor misst die Intensität des Regens und passt die Geschwindigkeit der Scheibenwischer automatisch an.

Stabilität, die das Kippen von Anhängern verhindert

Es hat sich gezeigt, dass das Volvo Stabilitätsprogramm ESP (Electronic Stability Program) eine entscheidende Rolle in vielen Verkehrssituationen gespielt hat, in denen der Fahrer andernfalls möglicherweise die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hätte. Bis jetzt war das System nur für Sattelzugmaschinen verfügbar. Volvo führt als weltweit erster Hersteller ein ESP für 6x2-Trucks mit Anhänger ein. Indem dieses System in bestimmten Situationen die Räder des Anhängers bremst, stabilisiert das ESP den gesamten Lkw einschließlich Anhänger und verhindert so das Umkippen sowie das Ausscheren mit Klappmesser-Effekt. In Kürze ist auch ein ESP für Sattelzugmaschinen mit mehreren Anhängern verfügbar. Damit ist dieses auch für das EMS-System (25,25 m) geeignet.

Das neue ESP-System bietet sich für Gefahrguttransporte an, da dort besondere Sicherheitsvorschriften gelten.

www.volvotrucks.de

Der neue Volvo FH16
Der neue Volvo FH16
Hybrid-Entsorgungsfahrzeug mit Overview Surveillance System
Hybrid-Entsorgungsfahrzeug mit Overview Surveillance System
Der Monitor zeigt die Umgebung des Fahrzeugs in der Draufsicht
Der Monitor zeigt die Umgebung des Fahrzeugs in der Draufsicht
Vier Fischauge-Kameras sind am Fahrzeug angebracht
Vier Fischauge-Kameras sind am Fahrzeug angebracht
Das Fahrerwarnsystem erkennt Spurabweichungen
Das Fahrerwarnsystem erkennt Spurabweichungen
Eine Textmeldung auf dem Armaturenbrett zeigt gleichzeitig eine Meldung an
Eine Textmeldung auf dem Armaturenbrett zeigt gleichzeitig eine Meldung an
Spurwechselunterstützung: Radarsensoren erkennen, ob die Spur rechts vom Lkw frei ist
Spurwechselunterstützung: Radarsensoren erkennen, ob die Spur rechts vom Lkw frei ist