P P P-Verkehrsprojekte: Zweite Staffel angekündigt

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) will in den nächsten drei Jahren acht PPP-Verkehrsprojekte mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 1,5 Milliarden Euro auf den Markt bringen, kündigte Bundesverkehrsminister Tiefensee an. PPP sei eine wichtige Säule, um die Qualität der Autobahn zu erhalten und zu verbessern.

Für die Ausbauprojekte A 8 Ulm -Augsburg (58 Kilometer, Investitionskosten ca. 330 Millionen Euro) sowie A 9 Hermsdorf–Schleiz ( 35,7 Kilometer, Investitionskosten ca. 212 Millionen Euro nach Investitionsprogramm) sind inzwischen Aufträge zur Erarbeitung einer vorläufigen Wirtschaftlichkeitsuntersuchung (Fertigstellungstermin Oktober 2009) an das Beraterkonsortium des BMVBS vergeben worden. Baurecht ist für beide Abschnitte gegeben. Das Präqualifikationsverfahren kann deshalb möglicherweise noch Ende des Jahres gestartet werden. Baubeginn ist für 2010 geplant.

Für die vier weiteren Ausbauprojekte steht der exakte Projektzuschnitt noch nicht fest. Das Ministerium verzichtet deshalb bewusst auf die Angabe von Streckenlängen und Investitionsvolumina und geht davon aus, dass – bei geprüfter Wirtschaftlichkeit – die Vergabeverfahren in den Jahren 2009 oder 2010 gestartet werden können.

Mit den Projekten A 45 Landesgrenze Nordrhein-Westfalen/Hessen–Gambach und A 60 Mainz–Laubenheim–Autobahnkreuz A 60/A 643–A 643 Schierstein möchte das BMVBS erproben, ob das PPP-Verfahren auch auf Projekte der Grund- oder Teilsanierung von Autobahnabschnitten angewendet werden kann.

Mit Blick auf die im Rahmen dieser Projekte vorgesehene Sanierung großer Ingenieurbauwerke werden diese Projekte voraussichtlich nicht als A-Modelle, sondern eher als V-Modelle realisiert werden. Grundsätzlich sollen jedoch bei allen Projekten Verfügbarkeitsvarianten mitgeprüft werden.