Vom Pflasterstein zum Basaltkubus: 100 Jahre MAYKO Natursteinwerke

Die MAYKO Natursteinwerke GmbH & Cie. KG – MAYKO steht für Mayen Kottenheimer Schotterbetrieb – wurde 1908 in Mayen gegründet. Sie ist auf die Gewinnung, Verarbeitung und den Vertrieb von Basaltlava, Tuff- und Sandsteinen sowie auf die Restaurierung von Profan- und Sakralbauwerken spezialisiert. Ursprünglich als Schotterwerk gegründet, wuchs und veränderte sich das Unternehmen parallel zur Industrialisierung und zum Wirtschaftswachstum in Deutschland und ist heute bestens für die Zukunft gerüstet.

MAYKO ist das größte Natursteinunternehmen im Bereich Mayener Basaltlava. Die ständig an die Nachfrage angepasste Produktpalette umfasst zum einen die industrielle Massenfertigung von Boden- und Fassadenplatten, Treppenanlagen, Gabionen und Pflastersteinen und zum anderen die traditionell handwerkliche Ausführung von Steinmetz- und Bildhauerarbeiten sowie die Restaurierung oder Konservierung von Bauwerken und Denkmälern.

Der Betrieb hat sich in den letzten acht Jahren vom klassischen Unternehmen der Natursteingewinnung und -verarbeitung zum Dienstleister weiterentwickelt und sich dadurch ein zweites lukratives Standbein geschaffen. Immer für Innovationen und Weiter- bzw. Neuentwicklungen offen, sucht MAYKO die Nähe zur Grundlagenforschung und arbeitet mit dem renommierten Institut für Glas und Keramik Höhr-Grenzhausen sowie dem Fraunhofer Institut für Oberflächenbehandlung in Bremen zusammen. Ein Beispiel für die gute Zusammenarbeit sind die von MAYKO mitentwickelten Gabionen (mit Stein gefüllte Drahtkörbe, die als Sicht- und Lärmschutz dienen), die sich äußerst erfolgreich verkaufen.

Basaltlava ist aber auch berühmt für seine Rutschfestigkeit: Die Produkte werden dank ihrer Materialeigenschaften europaweit vertrieben. Die Fassaden- und Dachverkleidung findet sogar in den Metropolen Asiens Verwendung.

Zu den herausragendsten Bauwerken, die heute MAYKOs Fassadenverkleidungen tragen, zählen im deutschsprachigen Raum die Karlshöfe in München, das Schlosspalais in Stuttgart, das Regierungspräsidium in Freiburg und das Aqua Dome Tirol in Längenfeld/Ötztal, um nur einige zu nennen. Aber auch bei der Sockelverkleidung und Treppenanlage der Allianz-Verwaltung in Frankfurt am Main, den Bodenplatten und der Treppenanlage im Staatstheater in Darmstadt, bei den Dachverkleidungen des Verwaltungsgebäude von Red Bull im österreichischen Fuschl am See und den Fassaden- und Dachverkleidungen des Museum für Moderne Kunst in Wien (abstrakter Basaltkubus) wurde Mayener Basaltlava verbaut.

Um der kontinuierlich wachsenden globalen Nachfrage gerecht zu werden, hat MAYKO in den letzten acht Jahren über 2,3 Mio. Euro in die Erweiterung und Modernisierung seiner technischen Ausstattung investiert. Dadurch ist das Unternehmen jederzeit in der Lage, auch große Mengen an qualitativ hochwertigen Fertigprodukten innerhalb kürzester Zeit zu produzieren sowie individuelle, CAD- oder handgefertigte Kundenvorstellungen umgehend zu realisieren.

Bei der Unternehmensphilosophie ist „Sozialverantwortung des Eigentums“ Programm und wird konsequent umgesetzt: Fachkompetenz, Qualifikation und Eigenverantwortung bei den Mitarbeitern sind gefragt und zeigen sich angefangen bei der Preisanfrage bis hin zum Versand der Fertigware. Man setzt im Unternehmen ausdrücklich auf die Team- und Leistungsbereitschaft jedes Einzelnen und wird seit Jahren mit erfreulichen Personalzahlen belohnt: Im Unternehmen werden Azubis zum kaufmännischen Angestellten, Steinmetz- und Bildhauer sowie zum Natursteinmechaniker ausgebildet. Trotz industrieller Umgestaltung und dem Einsatz modernster Produktionsmaschinen konnte MAYKO in den letzten Jahren die Zahl seiner Mitarbeiter kontinuierlich erhöhen, derzeit werden 45 Personen aus der Region beschäftigt.

Johannes Netz, Geschäftsführer von MAYKO, gibt sich zuversichtlich: „Trotz Globalisierung – auch im Natursteinmarkt – wird unser Unternehmen aufgrund der vorhandenen Rohstoffressourcen und Kompetenz sowie der Weitsicht unserer Gesellschafter weiterhin Bestand haben und der Nachfrage aus Nah und Fern nach Basalt-Produkten entsprechen können.”

Anlässlich seiner 100-Jahr-Feier gibt MAYKO das Buch „Basaltlava - Zeitzeugen aus den Tiefen der Vulkaneifel” heraus: Eine spannende Aufarbeitung der hundertjährigen Industriehistorie der Region, die alle Themen rund um die Geschichte der Basaltlava behandelt.

MAYKO-Firmen-Lkw auf dem Werksgelände
MAYKO-Firmen-Lkw auf dem Werksgelände
Museum für Moderne Kunst, Wien, mit Basalt-Fassade
Museum für Moderne Kunst, Wien, mit Basalt-Fassade
Apollinariskirche in Remagen
Apollinariskirche in Remagen
Das MAYKO-Team
Das MAYKO-Team